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Die angebliche Geliebte spricht: Noemi nennt Berlusconi "Papi"

zuletzt aktualisiert: 07.09.2009 - 08:02

Rom (RPO). In der Affäre um das angebliche Verhältnis des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi zu einer Minderjährigen hat sich die mittlerweile 18-jährige Noemi erstmals öffentlich geäußert. Sie sei nicht der Grund für das Scheitern der Ehe Berlusconis, sagte Noemi. Sie kenne den Politiker schon lange und nenne in "Papi".

"Es ist ein großer Skandal, aber die Wirklichkeit ist ganz anders", sagte Noemi in einem Interview mit dem italienischen Fernsehsender Sky TG24, das am Sonntagabend ausgestrahlt werden sollte.

Jedermann könne sehen, dass sie nicht der Grund für das Scheitern von Berlusconis Ehe sei. "Ich habe damit nichts zu tun", sagte sie. Es handele sich um familiäre Probleme, für die sie nicht verantwortlich gemacht werden könne.

"Ich kenne Silvio, seitdem ich denken kann", sagte Noemi in dem Interview weiter, das auch auf der Internetseite der britischen Zeitung "Mail on Sunday" zu lesen war, die wie der Sender Sky TG24 zur Unternehmensgruppe des Medienmoguls Rupert Murdoch gehört.

Ihr Vater habe sie für gewöhnlich zu Treffen mit Berlusconi mitgenommen, was sehr häufig vorgekommen sei. "Für mich war das normal." Schon als sie klein war, habe sie ihm den Kosenamen "Papi" gegeben, um ihm ihre Zuneigung zu zeigen.

Die "Affäre Noemi" war Anfang Mai in den Medien aufgetaucht, nachdem Berlusconis Noch-Ehefrau Veronica Lario angekündigt hatte, sie wolle wegen der anhaltenden Schwäche ihres 72-jährigen Mannes für junge Frauen die Scheidung. Das Fass zum Überlaufen brachte Medienberichten zufolge Berlusconis Erscheinen bei der Party zu Noemis 18. Geburtstag am 26. April.

Laut der italienischen Zeitung "La Repubblica" soll Berlusconi das Mädchen nicht über einen Freund der Familie kennen gelernt haben, sondern von sich aus Kontakt zu ihr gesucht haben, nachdem er Fotos von ihr auf dem Schreibtisch eines Mitarbeiters gesehen hatte. Die Medienberichte über eine mögliche Affäre bezeichnet Berlusconi als Kampagne seiner politischen Gegner.

Quelle: AFP/csi

 
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