Ein Bild aus scheinbar glücklichen Tagen: Iris und Peter Robinson, einstmals das politische Vorzeigepaar in Nordirland.
Doch die Zeiten haben sich geändert: Am Montag nahm sich Peter Robinson eine Auszeit von seinem Amt als Premierminister der nordirischen Regierung. Hierdurch will er eine "objektive" parlamentarische Untersuchung seiner möglichen Verwicklung in den Sex- und Finanzskandal, der das Vereinigte Königreich beschäftigt, zu ermöglichen.
Robinsons Frau soll 2008 mit dem seinerzeit 19 Jahre alten Kirk McCambley eine Affäre gehabt haben. Außerdem, so die Vorwürfe, habe sie ihn mit einem Darlehen und politischer Einflussnahme unterstützt.
Iris Robinson, die ebenfalls Politikerin ist, soll als Vorsitzende eines Gremiums damals über Zuschüsse entschieden haben, die ihr Liebhaber für die Eröffnung eines Restaurants erhielt.
Iris Robinson wird ihre politische Karriere voraussichtlich beenden. Sie befindet sich derzeit in psychiatrischer Behandlung.
Die Affäre könnte nun zu einer Regierungskrise im fragilen Nordirland führen.
Vorläufig übernimmt Robinsons Parteikollegin und Handelsministerin, Arlene Foster, die Amtsgeschäfte. Nur wenige Analysten rechnen damit, dass Robinson, der sich unschuldig nennt, in den Premiersessel zurückkehren wird. Foster sagte hingegen, sie habe "keinen Zweifel", dass er zurückkehren werde.