Atompolitik: Nordkorea bleibt vor Sechs-Nationen-Gesprächen hart
zuletzt aktualisiert: 13.09.2005 - 08:32Peking (rpo). Nordkorea hat vor dem Beginn der Sechs-Nationen-Gespräche erneut auf das Recht der friedlichen Nutzung der Kernenergie bestanden. Das Recht dazu müsse sein Land sich weder verdienen noch von anderen genehmigen lassen, sagte der nordkoreanische Unterhändler im Vorfeld der Beratungen.
"Wenn die USA uns an der Ausübung dieses Rechts hindern wollen, können wir das schlichtweg nicht akzeptieren", fügte er hinzu. Zugleich sagte Kim, sein Land strebe auf lange Sicht eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel an. Nordkorea werde an den Gesprächen "aufrichtig teilnehmen und sich, wenn nötig, flexibel zeigen".
Die Sechs-Nationen-Gespräche über Nordkoreas umstrittenes Atomprogramm werden am Dienstag fortgesetzt. Die Verhandlungen waren Anfang August ohne greifbare Ergebnisse abgebrochen worden, nachdem die USA Nordkoreas Forderung nach einer zivilen Nutzung von Atomenergie zurückgewiesen hatten.
An den Sechser-Gesprächen nehmen neben Nord- und Südkorea, China, Japan, Russland und die USA teil. In den Verhandlungen soll Nordkorea dazu bewegt werden, auf sein Atomprogramm zu verzichten. Im Gegenzug soll Pjöngjang wirtschaftliche Hilfen und Sicherheitsgarantien erhalten.
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