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Nordkorea-Krise
Kim Jong Un kündigt Fortsetzung von Atomprogramm an

Nordkorea: Kim Jong Un kündigt Fortsetzung von Nuklearwaffen-Programm an
Kim Jong Un beobachtet im September 2017 einen Raketenstart. FOTO: afp
Seoul . Nordkorea will sich auch von den härteren Sanktionen nicht von seinem Nuklearwaffen-Vorhaben abbringen lassen. Machthaber Kim Jong Un hat angekündigt, das Land werde die Entwicklung von Atomwaffen fortsetzen. 

Die Entwicklung werde trotz aller Strafmaßnahmen abgeschlossen werden, teilte Machthaber Kim Jong Un am Samstag laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA mit. Das Ziel sei es, ein Machtgleichgewicht mit den USA herzustellen und die US-Regierung davor zu warnen, militärische Schritte gegen Nordkorea einzuleiten, sagte Kim.

Die bisherigen Errungenschaften seien auch unter den bereits bestehenden Sanktionen möglich gewesen. Eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen blieb zunächst ohne Ergebnis.

Nordkorea hatte am Freitag erneut eine Rakete des Typs Hwasong-12 über Japan hinweggeschossen. Die Rakete flog rund 3700 Kilometer weit bevor sie in den Pazifik stürzte. Kim sei mit dem Test zufrieden gewesen, meldete KCNA. Die Nuklearwaffen waren laut Kim kurz vor der Fertigstellung.

Das Ziel sei es, die Kapazitäten für einen nuklearen Gegenangriff auf die USA zu haben. Weitere Raketentests würden folgen. Nordkorea hatte gedroht, Raketen auf das US-Außengebiet Guam zu schießen. US-Präsident Donald Trump forderte mehrfach, dass Nordkorea sein Nuklearwaffenprogramm und seine Raketentests einstellt.

Härtere Sanktionen gegen Nordkorea

Der UN-Sicherheitsrat hatte zuletzt härtere Sanktionen gegen Pjöngjang erlassen, die unter anderem Nordkoreas Import von Öl und Gas deckeln. Pjöngjang untergrabe mit den Tests den regionalen Frieden und Sicherheit, kritisierte der UN-Sicherheitsrat. Alle 193 Mitgliedsstaaten seien dadurch bedroht, weshalb die Strafmaßnahmen ohne Lücken durchgesetzt werden müssten. Bei dem Raketentest handele es sich um einen "abscheulichen Akt", sagte Japans UN-Botschafter Koro Bessho. Diese seien eine Bedrohung für die gesamte Welt, nicht nur für Japan.

Nordkoreas engste und wichtigste Handelspartner müssten nun zeigen, dass sie alles in ihrer Macht stehende unternähmen, um die Sanktionen umzusetzen, sagte der britische Botschafter an die UN, Matthew Rycroft. Zu weiteren Schritten in dem Konflikt äußerte sich der Sicherheitsrat zunächst nicht.

(jco/ap)
 
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