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Vorwurf der Spionage
Nordkorea verurteilt US-Bürger zu Zwangsarbeit

Seoul. Das Oberste Gericht Nordkoreas hat nach Medienberichten einen weiteren US-Bürger wegen angeblicher Umsturzversuche zu mehrjähriger Zwangsarbeit verurteilt.

Der in Südkorea geborene Kim Dong Chul sei zudem der Spionage für schuldig befunden worden, berichtete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag aus Pjöngjang. Das Urteil laute auf zehn Jahre Haft mit "harter Arbeit". 

Im März war ein amerikanischer Student verurteilt worden

Erst im März hatte die Verurteilung eines amerikanischen Studenten in Nordkorea wegen angeblicher Umsturzversuche für neue Probleme in den angespannten Beziehungen zwischen beiden Ländern gesorgt. Otto Warmbier, der ein Transparent in einem Hotel in Pjöngjang gestohlen haben soll, war zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden. 

Das kommunistische Regime hatte den 62-jährigen Kim Dong Chul vor etwa einem Monat einigen Medienvertretern in Pjöngjang vorgeführt.
Dabei hatte er sich selber der Spionage für den südkoreanischen Geheimdienst bezichtigt. Er wurde Berichten der nordkoreanischen Staatsmedien zufolge bereits im Oktober 2015 festgenommen. 

Nach einem neuen Atomtest Nordkoreas im Januar und einem ebenfalls umstrittenen Raketenstart haben die Spannungen zwischen Pjöngjang und Washington deutlich zugenommen. Der UN-Sicherheitsrat hatte die Sanktionen gegen Pjöngjang Anfang März verschärft. 

(dpa)
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