Nordkorea verfügt über ein breites Raketen-Arsenal. Seit dem unterirdischen Atomwaffentest im Jahr 2006 untersagt eine UN-Resolution dem kommunistischen Land jegliche Tests mit ballistischen Raketen.
Folgend ein Überblick über das Portfolio.
Taepodong-2:
Die am Sonntag zu einem Satellitenstart genutzte Trägerrakete vom Typ Unha-2, im Westen als Taepodong-2 bekannt, ist eine Langstreckenrakete mit einer Reichweite von bis zu 6700 Kilometern. Damit kann sie US-Gebiet erreichen. Bereits im Juli 2006 hatte Nordkorea eine dieser Raketen getestet. Sie explodierte allerdings bereits nach 40 Sekunden.
Taepodong-1:
Die Rakete mit einer Reichweite von 2500 Kilometern wurde im August 1998 erstmals getestet und flog über einen Teil Japans, bevor sie in den Pazifik stürzte.
Musudan-1:
Diese Rakete verfügt über eine Reichweite von 3000 Kilometern.
KN-02:
Diese Kurzstreckenrakete, eine Version der sowjetischen SS-21, hat eine Reichweite von 120 Kilometern.
Rodong-1:
Die 1300 Kilometer weit reichende Rakete ist für bis zu tausend Kilogramm schwere Geschosse ausgelegt. Nordkorea besitzt rund 200 davon, die theoretisch die japanische Hauptstadt Tokio erreichen können.
Scud-Raketen:
Die eigentlich aus der Sowjetunion stammende Entwicklung ist der Exportschlager Nordkoreas. Die Scud-B-Raketen können bei einer Reichweite von etwa 300 Kilometern Sprengkörper mit einem Gewicht von bis zu 1000 Kilogramm aufnehmen. Die Weiterentwicklung vom Typ C kann die tödliche Ladung bis zu 500 Kilometer weit transportieren, wenn diese nicht mehr als 700 Kilogramm wiegt. Seit dem ersten Test 1984 soll das Land hunderte der Raketen an den Iran, Irak, Syrien, Pakistan und andere Länder verkauft haben.