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NSA-Spionage in Frankreich
Assange kündigt noch bedeutendere Veröffentlichungen an

So späht die NSA PCs ohne Internetzugang aus
So späht die NSA PCs ohne Internetzugang aus FOTO: dpa, Jim Lo Scalzo
Paris. Nach den Enthüllungen über das Ausspionieren der französischen Staatsspitze durch den US-Geheimdienst NSA hat Wikileaks-Gründer Julian Assange weitere Veröffentlichungen angekündigt. Diese seien "noch viel wichtiger" als die bisherigen. Assange forderte Paris zu einer entschlossenen Reaktion auf.

"Die wirtschaftlichen und politischen Interessen Frankreichs stehen auf dem Spiel", sagte Assange am Mittwoch dem französischen TV-Sender TF1. Die Souveränität des Landes dürfe nicht "mit Füßen getreten werden". Frankreich müsse daher eine parlamentarische Untersuchung einleiten und die Sache der Generalstaatsanwaltschaft für Ermittlungen übergeben.

Assange äußerte sich von der ecuadorianischen Botschaft in London aus. Dorthin war er im Juni 2012 geflohen, ihm wurde politisches Asyl gewährt. Assange, dessen Plattform die Dokumente zum Abhören der französischen Präsidenten am Dienstag veröffentlicht hatte, sagte zudem, die Weltmächte würden genau auf Frankreichs Reaktion auf die Enthüllungen schauen. Sollte Paris "den Kopf in den Sand stecken", wäre das ein "klares Signal für die USA und andere Länder wie Russland und China", sagte er.

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Der Wikileaks-Gründer kündigte zudem weitere Veröffentlichungen an. Die kommenden "Informationen" seien "noch viel wichtiger" als das, was bereits veröffentlicht worden sei. Den am Dienstag veröffentlichten Enthüllungen zufolge wurden mindestens zwischen 2006 und 2012 Telefonate der drei französischen Präsidenten Jacques Chirac, Nicolas Sarkozy und François Hollande von den USA abgehört.

(AFP)
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