Parteitreffen der US-Republikaner: Obama-Imitator fliegt von der Bühne
zuletzt aktualisiert: 20.06.2011 - 10:00New Orleans (RPO). Solange er über Witze über Präsident Barack Obama und andere Demokraten machte, erhielt der Parodist Reggie Brown auf einem Führungstreffen der Republikaner tosenden Applaus. Doch als er auch die republikanischen Präsidentschaftskandidaten unter Beschuss nahm, verging den Politikern das Lachen.
Seine Witze über den US-Präsidenten fanden noch Applaus. Doch als Reggie Brown sich dann die bisher bekannten republikanischen Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur im kommenden Jahr vornahm, wurde ihm das Mikrofon abgestellt.
Witze auf Kosten des über erotische Eskapaden gestrauchelten demokratischen Kongressabgeordneten Anthony Weiner kamen bei dem konservativen Publikum noch bestens an. Als Brown dann aber von Weiner auf den Obama-Herausforderer Newt Gingrich überleitete und erklärte: "Seine Unterstützer fallen schneller als Anthony Weiners Hosen" kühlte die Stimmung ab.
Eisig wurde es bei Browns derben Scherzen über einen weiteren Obama-Herausforderer, dem Gouverneur von Minnesota Tim Pawlenty. Der sei nicht zur Konferenz in New Orleans gekommen, "weil sein Fuß chirurgisch aus seinem Mund entfernt wurde". Die Kosten der Operation seien kein Problem: "Keine Sorge, das wird von Obamneycare übernommen. Zusammen mit der Rückgrat-Transplantation."
Pawlenty hat sich einen Schlagabtausch mit einem anderen Präsidentschaftsbewerber seiner Partei, dem Gouverneur von Massachusetts Mitt Romney geliefert. Für Pawlenty ist Romneys Gesundheitspolitik in dem US-Staat ein Modell für Obamas Gesundheitsreform, die von den Republikanern bekämpft wird. Pawlenty hat dies als erster "Obamneycare" genannt, eine Zusammensetzung aus Obamacare und Romneycare. Bei einer Debatte mit Romney am vergangenen Montag nahm er aber nicht die Gelegenheit wahr, diesen Begriff zu benutzen. Dies bezeichnete er selbst danach als Fehler.
Als Brown sich dann dem mormonischen Glauben Romneys und der Polygamie zuwendete und sich dann auch noch mit der Tea Party befasste, wurde ihm das Mikrofon abgestellt. Zu den Gerüchten, Obama sei gar nicht in den USA geboren worden, sagte er: Der Präsident sei auf Hawaii geboren worden, "oder, wie die Tea-Party-Anhänger es nennen, Kenia." Kurzerhand wurde Musik eingespielt und Brown von der Bühne geführt.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum