Clinton giftet weiter: Obama ist außenpolitisches Risiko
zuletzt aktualisiert: 25.02.2008 - 21:59Washington (RPO). Der Ton wird schärfer: In der Auseinandersetzung der US-Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur hat Senatorin Hillary Clinton ihrem parteiinternen Rivalen Barack Obama die außenpolitische Eignung für das Amt des Präsidenten abgesprochen.
Obama mache Versprechen, die "gut klingen, den außenpolitischen Praxistest aber nicht bestehen", sagte Clinton am Montag in Washington: "Bei mir muss das amerikanische Volk nicht rätseln, ob ich die Themen beherrsche oder ob ich mich auf meine Berater verlassen muss, um mich mit der Weltpolitik vertraut zu machen." Obamas Ankündigung, sich ohne Bedingungen mit den Präsidenten Irans, Nordkoreas oder Kubas zu treffen, laufe aus eine "Legitimierung von Schurken-Regimes" hinaus.
Vor den möglicherweise entscheidenden Vorwahlen am Dienstag nächster Woche in Texas und Ohio verschärft sich der Ton zwischen den beiden Kontrahenten zusehends. Obamas Wahlkampfmanager David Pluoffe warf Clintons Team am Montag vor, ein Foto Obamas in afrikanischer Tracht über das Internet zu verbreiten und damit rassistische und fremdenfeindliche Vorurteile zu schüren. Dies sei "die verwerflichste, beleidigendste Panikmache in diesem Wahlkampf", sagte Pluoffe.
Clintons Wahlkampfchefin Maggie Williams wies die Anschuldigungen in einer schriftlichen Erklärung zurück: "Genug! Wenn das Obama-Team behaupten will, dass ein Foto von ihm in somalischer Tracht anstößig ist, dann sollte es sich schämen." Das Foto von Obama war bei einem Besuch 2006 in Kenia, dem Heimatland seines Vaters, aufgenommen worden. Es zirkuliert seit einigen Tagen im Internet. Clintons Sprecher Howard Wolfson sagte, das Bild sei "meines Wissens nach" nicht von Clintons Team verbreitet worden.
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