Ägyptens Staatschef Mubarak in Washington: Obama macht Mut für Nahost-Friedensprozess
zuletzt aktualisiert: 18.08.2009 - 22:50Washington (RPO). US-Präsident Barack Obama gibt sich mit Blick auf den stillstehenden Nahost-Friedensprozess zuversichtlich. "Die israelische Regierung hat die Gespräche mit uns sehr ernst genommen", sagte Obama am Dienstag nach einem Treffen mit seinem ägyptischen Kollegen Husni Mubarak in Washington.
Er sei "ermutigt von dem, was ich vor Ort sehe". Obama dankte Mubarak für dessen Vermittlungsbemühungen zwischen Israel und den Palästinensern.
Auch Mubarak äußerte sich auf einer gemeinsamen Pressekonferenz zuversichtlich über die Chancen, die Konfliktparteien zurück an den Verhandlungstisch zu bringen. Die arabischen Staaten seien in diesem Fall bereit zu helfen, sagte der 81-jährige ägyptische Präsident. Die Frage der jüdischen Siedlungen in den palästinensischen Autonomiegebieten sei entscheidend für die Wiederaufnahme der Friedensgespräche.
"Großartige, fantastische Rede"
Mubarak äußerte sich ferner lobend über Obamas Rede Anfang Juni in Kairo. "Die muslimische und die islamische Welt haben die Bedeutung des Kairo-Besuchs sehr geschätzt, denn die islamische Welt dachte, dass die USA gegen den Islam seien, aber diese großartige, fantastische Rede hat alle diese Zweifel zerstreut", sagte Mubarak.
Der Besuch ist Mubaraks erster in Washington seit mehr als fünf Jahren. Die Beziehungen zwischen Ägypten und den USA waren während der Amtszeit von Obamas Vorgänger George W. Bush angespannt, Grund war unter anderem Bushs Kritik an der Menschenrechtslage in dem arabischen Land. Obamas Regierung hat bereits angedeutet, sie wolle ihr Verhältnis zu Kairo nicht von diesem Thema abhängig machen.
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