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B.B. King und Mick Jagger im Weißen Haus: Obama singt den Blues

zuletzt aktualisiert: 22.02.2012 - 10:39

Washington (RPO). Bei den Obamas ist Musik drin. Am Dienstagabend gaben Blues-Größen wie B.B. King und Mick Jagger den Ton im Weißen Haus an. Auch eine politische Note klang unvermeidlich an.

Schwarze Musik im Weißen Haus: Der Blues regierte am Dienstagabend (Ortszeit) im Amtssitz von US-Präsident Barack Obama. Musiklegenden und Stars von heute gaben sich im East Room der Washingtoner Residenz ein Stelldichein: von Rolling Stone Mick Jagger über Gitarrist B.B. King, Jeff Beck und Buddy Guy bis hin zu Jungstars wie Troy "Trombone Shorty" Andrews und Gary Clark.

US-Präsident Brack Obama und First Lady Michelle mit Glitzer-Jäckchen an seiner Seite genossen den Event ganz offensichtlich: Von Kopf bis Fuß bewegten sie sich rhythmisch zu den Klängen und Songs des Blues, klatschten in die Hände - ausnahmsweise mal nicht als Antwort auf politische Erklärungen. Und am Ende stimmte der Präsident höchstpersönlich in den Song "Sweet Home Chicago" ein - eine Huldigung an seine Heimatstadt.

Seit die Obamas im Januar 2009 ins Weiße Haus eingezogen sind, veranstalten sie in Abständen immer wieder Konzerte mit Stars aus der amerikanischen Musikszene, sei es Klassik, Jazz, Motown oder - wie an diesem Dienstagabend - Blues. Anlass für das jüngste Konzert war der Black History Month Februar. Der Monat ist dem kulturellen Erbe, der Geschichte und den Errungenschaften der schwarzen Bevölkerung gewidmet.

So erinnerte Obama zum Auftakt des Konzerts an die "bescheidenen Anfänge" des Blues, seine Wurzeln in Sklaverei und Rassentrennung. "Niemand geht ohne Freude und Schmerz, Triumph und Trauer durchs Leben", sagte Obama. Blues erfasse das alles - "mit einer Zeile, mit einer Note".

Und war es eine Anspielung auch auf die aktuellen politischen Herausforderungen? "Die Musik lehrt uns, dass wir, wenn wir uns an einem Scheideweg befinden, nicht vor unseren Problemen zurückschrecken... Wir stellen uns ihnen", sagte Obama. B.B. King machte indessen unumwunden klar, was er persönlich will: "Ich möchte, dass Sie Ihren Job behalten", sagte er an Obama gerichtet. Der Präsident stellt sich am 6. November zur Wiederwahl.

Quelle: dpa

 
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