US-Immobilienkrise: Obama stellt Hilfsplan für Hausbesitzer vor
zuletzt aktualisiert: 25.10.2011 - 16:15Las Vegas (RPO). Mit einem Umschuldungsprogramm will US-Präsident Barack Obama den unter der Immobilienkrise leidenden Hausbesitzern unter die Arme greifen. Den Republikanern warf er eine Blockadehaltung im Kampf gegen die Krise vor.
Obama stellte in Las Vegas im Bundesstaat Nevada sein Vorhaben vor, das Hausbesitzern die Abzahlung ihrer Schulden mit neuen Krediten zu günstigeren Konditionen ermöglichen soll.
"Im ganzen Land sind mehr als zehn Millionen Hausbesitzer unter Wasser", sagte er. "Das bedeutet, dass sie mehr Schulden haben, als ihre Häuser wert sind."
Seit Beginn der Krise im Jahr 2007 verhindert eine Spirale aus fallenden Häuserpreisen und hoher Arbeitslosigkeit eine Erholung am US-Immobilienmarkt.
Viele Menschen hatten sich in wirtschaftlich rosigeren Zeiten mit dem Häuserkauf übernommen, der ihnen oft erst durch die laxe Darlehensvergabe der Banken ermöglicht wurde. Die Ratingagentur Moody's rechnet für das kommende Jahr mit 1,5 Millionen Zwangsversteigerungen, was ein neuer Höchststand wäre.
Scharfe Kritik an den Rpublikanern
Obama plant nun die Ausweitung eines bereits bestehenden Regierungsprogramms zur Unterstützung von überschuldeten Hausbesitzern, um Millionen weiterer Menschen die Chance zu geben, ihre Immobilie doch noch abzuzahlen. Dabei sollen bestehende Darlehen zu niedrigeren Zinssätzen refinanziert werden.
In seiner Rede in Las Vegas kritisierte der Präsident erneut die Republikaner im Kongress scharf für ihre Blockadehaltung beim Kampf gegen die Krise. "Wo sie nicht handeln werden, werde ich das tun", sagte Obama, der die Hilfen für die Hausbesitzer ohne Zustimmung von Repräsentantenhaus und Senat umsetzen kann.
Mitte Oktober war sein 447 Milliarden Dollar (322 Milliarden Euro) schweres Konjunkturpaket zur Belebung des Arbeitsmarktes bereits an der ersten parlamentarischen Hürde im Senat gescheitert.
Seitdem hat sich Obama auf die Strategie verlegt, seine Politik so weit wie möglich in einer Serie von Einzelmaßnahmen durchzusetzen. Kern von Obamas Job-Plan sind umfangreiche Senkungen von Sozialabgaben für Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie Steueranreize für Unternehmen, um neue Stellen zu schaffen.
Außerdem plant der Präsident weitere Investitionen in die Infrastruktur des Landes. Angesichts der schlechten Wirtschaftslage muss der Präsident um seine Wiederwahl im November 2012 fürchten.
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