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Barack Obama Panorama
  Foto: AP, AP
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Expertengruppe soll Terrorverdächtige verhören: Obama will CIA-Kompetenzen beschneiden

zuletzt aktualisiert: 19.07.2009 - 11:44

Washington (RPO). Die US-Regierung plant laut einem Zeitungsbericht die Einsetzung einer Spezialistengruppe zur Befragung von wichtigen Terrorverdächtigen. Die Gruppe solle sich aus Anti-Terror-Experten der Geheimdienste sowie anderer US-Sicherheitsbehörden zusammensetzen. Die Pläne wäen ein Dämpfer für den mächtigen Auslandsgeheimdienst CIA.

Das berichtete das "Wall Street Journal" am Samstag unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Quellen. Die Experten sollten vor allem Informationen, aber auch Beweise für mögliche Prozesse sammeln und wahrscheinlich außerdem neue Verhörmethoden entwickeln. Die Expertengruppe solle nicht der CIA unterstehen, die unter der Vorgängerregierung von George W. Bush eine große Rolle im Anti-Terror-Kampf gespielt hatte, hieß es in dem Bericht.

Der Zeitungsbericht machte keine Angaben dazu, wer die Leitung der Verhörgruppe übernehmen solle. Die Oberaufsicht soll laut "WSJ" jedenfalls das Weiße Haus haben. Der Vorschlag zur Bildung der Expertengruppe wird demnach in der US-Regierung von der Mehrheit unterstützt. Es gehe in den Beratungen über die Gruppe noch um "Details der Umsetzung: Wer soll sie leiten, wo soll sie innerhalb der Regierung angesiedelt werden und wie soll ihre Zusammensetzung aussehen", schrieb die Zeitung. Das Weiße Haus gab zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Die Methoden der CIA im Umgang mit Terrorverdächtigen hatten in der Vergangenheit in den USA für Kritik und heftige Debatten besorgt. Der Geheimdienst arbeitete laut Berichten von US-Zeitungen während Bushs Präsidentschaft jahrelang insgeheim an einem Plan zur Tötung von El-Kaida-Mitgliedern, der aber nicht umgesetzt wurde. Der neue US-Präsident Barack Obama verbat folterähnliche Verhörmethoden und kündigte zudem die Schließung des umstrittenen US-Gefangenenlagers Guantanamo bis Anfang kommenden Jahres an.

Quelle: AFP

 
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