US-Präsident Barack Obama hat kurz vor Beginn des G-20-Gipfels in London zu Geschlossenheit beim Kampf gegen die Wirtschaftskrise aufgerufen.
"Wir können diese Herausforderung nur gemeinsam meistern", sagte Obama am Mittwoch nach einem Treffen mit dem britischen Premierminister Gordon Brown.
Angebliche Differenzen unter den führenden Staats- und Regierungschefs über das weitere gemeinsame Vorgehen würden "weit überbewertet".
Die Nationen müssten das Wachstum ankurbeln und gemeinsam an einer Reform zur Kontrolle des Finanzsystems arbeiten. Zugleich dürften sie nicht in Protektionismus oder andere Fehler verfallen, die nur zu einer Verschärfung der Krise führen könnten.
Das wäre ein Fehler, den wir uns nicht noch einmal erlauben können", sagte Obama. Die aktuellen Herausforderungen seien die größten seit dem Zweiten Weltkrieg. Zum G-20-Gipfel nach London sei er gekommen, um für die USA "zuzuhören - nicht um jemanden zu belehren".
Auch Brown betonte Gemeinsamkeiten unter den G-20-Mitgliedern. Das Ausmaß der internationalen Zusammenarbeit sei beispiellos, die Verabschiedung eines Wirtschaftsplans liege nur noch wenige Stunden entfernt, sagte er und fügte an: "Die Welt will zusammenkommen."
Anschließend trafen sich Amerikaner und Briten zu einer gemeinsamen Kabinettssitzung.
Auch Außenministerin Hillary Clinton war anwesend.