Berater bei Guantanamo-Schließung: Obamas Rechtsberater Greg Craig tritt zurück
zuletzt aktualisiert: 13.11.2009 - 17:30Washington (RPO). Der Rechtsberater von US-Präsident Barack Obama, Greg Craig, tritt zurück. Er werde am 3. Januar seinen Posten als Berater im Weißen Haus abgeben und sich wieder dem Privatsektor zuwenden, erklärte Craig am Freitag in einem an Obama übermittelten Schreiben.
Er zeigte sich darin "glücklich", an dem ersten Jahr von Obamas Amtszeit mitgewirkt zu haben, machte aber keine weiteren Angaben zu Gründen seines Rücktritts. Über Craigs Ausscheiden, der auf seinem Posten Obama vor allem in rechtlichen und politischen Fragen zur geplanten Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo beriet, war bereits in jüngster Zeit spekuliert worden. Obama kündigte an, seinen Anwalt Bob Bauer zu Craigs Nachfolger zu ernennen. Obama würdigte Craigs Leistung und erklärte, auch in Zukunft dessen Rat einzuholen. "Wir werden ihn vermissen", sagte Obama.
Die US-Regierung steht derzeit wegen der eigentlich bis Anfang 2010 geplanten Schließung des umstrittenen Lagers auf Kuba unter Druck. In Guantanamo sind auch der selbst erklärte Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001, Khalid Sheikh Mohammed, und seine vier mutmaßlichen Komplizen inhaftiert, denen nun vor einem Zivilgericht in New York der Prozess gemacht werden soll.
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