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Luftangriff in Afghanistan: Oberst Klein rechtfertigt seine Entscheidung

zuletzt aktualisiert: 13.09.2009 - 11:11

Berlin (RPO). Er gab den Befehl zu dem tödlichen Nato-Luftangriff auf zwei von den Taliban gekaperten Tanklaster im Norden Afghanistan und wurde dafür heftig kritisiert: der deutsche Oberst Georg Klein. In einer Sonntagszeitung spricht er nun über den Vorfall und hält die gegen ihn eingeleitete Untersuchung für angemessen.

"Ich halte es für unbedingt notwendig und richtig, dass solche Untersuchungen durchgeführt werden, wenn Menschen ums Leben gekommen sind", sagte der Bundeswehr-Offizier der "Bild am Sonntag".

Zu dem Angriff, bei dem mehr als 50 Menschen getötet wurden, sagte er: "In den mehr als fünf Monaten habe ich eine große Verantwortung getragen, die mir mehrfach schwierige Entscheidungen abgefordert hat. Ich habe mir jede einzelne dieser Entscheidungen - auch bei angeforderten Luftunterstützungen - niemals leicht gemacht, um diese auch im Nachhinein vor meinen Soldatinnen und Soldaten, den afghanischen Menschen und meinem Gewissen verantworten zu können. Jeder gefallene Isaf-Soldat und jeder getötete Zivilist ist einer zu viel."

Unterstützung erhielt Klein in "Bild am Sonntag" von Abdul Wahid Omarkhel, dem Distrikt-Chef der Region Chardara, wo das Bombardement stattfand. "Der Luftangriff war eine erfolgreiche Operation, weil Aufständische getötet wurden, die eine Gefahr darstellten", wird er zitiert. "Die internationale Empörung darüber ist vollkommen unverständlich. Dass manche in Deutschland bereits einen Abzug der deutschen Truppen fordern, erfüllt uns mit Sorge, denn die Region Kundus braucht den Einsatz der Deutschen, auch für die wichtige Aufbauarbeit."

Quelle: AP/fb

 
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