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Inhaftierter PKK-Chef
Kurden warten mit Spannung auf Öcalan-Botschaft

Der Kurdenkonflikt in der Türkei
Der Kurdenkonflikt in der Türkei FOTO: dpa, n m adp
Diyarbakir. Die Kurden in der Türkei warten mit Spannung auf eine Botschaft des inhaftierten Chefs der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK zum Friedensprozess mit der Regierung. Öcalan hatte die PKK Ende vergangenen Monats dazu aufgefordert, eine Niederlegung der Waffen zu beschließen.

Die Nachricht Abdullah Öcalans soll an diesem Samstag zum kurdischen Neujahrsfest Newroz in der südosttürkischen Metropole Diyarbakir verlesen werden. Öcalan hatte die PKK Ende vergangenen Monats dazu aufgefordert, eine Niederlegung der Waffen zu beschließen. Die PKK und die islamisch-konservative Regierung AKP bemühen sich um einen Friedensprozess, der allerdings immer wieder ins Stocken gerät.

Der gewaltsame Konflikt der türkischen Regierung mit der PKK dauert seit 30 Jahren. Dabei kamen bislang rund 40 000 Menschen ums Leben. Von 1984 an kämpfte die PKK mit Waffengewalt und Anschlägen für einen kurdischen Staat oder ein Autonomiegebiet im Südosten der Türkei. Inzwischen ist die PKK nach eigenen Angaben von der Maximalforderung eines unabhängigen Staates abgerückt. Im März 2013 rief sie einen Waffenstillstand aus, der brüchig ist, aber bislang hält.

Der Führungskader der PKK FOTO: AFP
(dpa)
 
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