Neuauflage möglich: Öcalan-Prozess nicht fair
zuletzt aktualisiert: 12.05.2005 - 09:59Straßburg (rpo). Erfolg für den kurdischen Rebellenführer Abdullah Öcalan: Nach Einschätzung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte war sein Prozess in der Türkei nicht fair.
Das Gericht in Straßburg entschied am Donnerstag, dass die Türkei in dem Fall gegen die Europäische Charta für Menschenrechte verstoßen hat.
Öcalan sei während seiner Haft unmenschlich behandelt worden und habe im Anschluss keinen fairen Prozess erhalten, weil seine Anwälte keinen Zugang zu ihrem Mandanten gehabt hätten. Damit muss der Prozess neu aufgerollt werden.
Eine Berufungsmöglichkeit gegen das höchstrichterliche Urteil gibt es nicht. Öcalan war 1999 von Spezialkräften in Kenia festgenommen und noch im selben Jahr von einem türkischen Gericht zum Tode verurteilt worden. Das Strafmaß wurde 2002 in lebenslang umgewandelt.
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