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Österreichs Regierungsparteien unter Schock
"FPÖ lebt vom Aufhetzen"

Europas Populisten
Europas Populisten FOTO: dpa, Boris Roessler
Wien. Nach den unerwartet hohen Gewinnen der rechten FPÖ bei zwei Landtagswahlen in Österreich geraten die Regierungsparteien unter Zugzwang. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) sieht für eine Kursänderung dennoch keinen Anlass - speziell in der Asylfrage.

"Die FPÖ lebt vom Aufhetzen - und das in Zeiten, wo viele vor Kriegen flüchten", sagte Faymann der Zeitung "Kurier" (Montag). "Österreich ist ein wunderbares starkes Land, das auch Aufhetzern Paroli bieten kann."

Die FPÖ hatte am Sonntag bei der Landtagswahl in der Steiermark ihre Stimmen beinahe verdreifacht und 27,1 Prozent erreicht. Auch im Burgenland gelang fast eine Verdoppelung auf 15 Prozent. Im Wahlkampf hatte die FPÖ stark auf Anti-Ausländer-Parolen gesetzt.

Die Abstimmungen waren im Superwahljahr 2015 der bisher umfassendste Stimmungstest für die seit 18 Monaten amtierende rot-schwarze Bundesregierung. Im Herbst stehen Landtagswahlen in Oberösterreich und Wien an.

(dpa)
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