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Ostukraine
OSZE beobachtet Verstöße gegen Waffenstillstand

Gefechte um Debalzewe - Ukrainer fliehen vor dem Krieg
Gefechte um Debalzewe - Ukrainer fliehen vor dem Krieg FOTO: afp, ss/QL
Kiew. Im Kriegsgebiet Ostukraine wird nach Angaben der OSZE-Beobachter mit schweren Waffen massiv gegen die geltende Feuerpause verstoßen.

"Der Gewaltanstieg, den wir vergangene Woche gesehen haben, legt nahe, dass die Verantwortlichen kein Interesse haben, diesen Wahnsinn zu stoppen", sagte der Vizechef der OSZE-Mission, Alexander Hug, am Donnerstag in Kiew. Geschossen wird Berichten zufolge auch wieder in der Nähe der Übergänge zwischen den Gebieten der moskautreuen Separatisten und der Regierungstruppen.

Die im September vereinbarte Entflechtung mit der Einrichtung eines größeren Abstands zwischen den Konfliktparteien funktioniere aber, sagte Hug. "Vorige Woche haben wir in Petriwske und Solote keine Verletzungen der Feuerpause festgestellt", betonte der Schweizer.

Allerdings hat es bei Stanyzja Luhanska keinen Fortschritt gegeben. In den drei Gebieten sollen die verfeindeten Seiten Korridore von zwei Kilometer Breite und je einem Kilometer Länge räumen. Bei Erfolg soll dies auch in anderen Gebieten erfolgen.

580 Mitarbeiter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) erfassen die Verstöße gegen den Waffenstillstand und überwachen den Abzug von Waffen und Truppen von der Frontlinie. Seit Mittwoch wurden ein ukrainischer Soldat getötet und einer verwundet.

(dpa/heif)
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