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Anschläge von Bombay: Pakistan will Terrorverdächtige nicht ausliefern

zuletzt aktualisiert: 09.12.2008 - 08:11

Multan (RPO). Die pakistanische Armee hat bei einer Razzia in einem Terrorlager den mutmaßlichen Drahtzieher von der Angriffsserie in Bombay festgenommen. Ausliefern will das Nachbarland Indiens ihn aber nicht. Wie der pakistanische Außenminister Shah Mehmood Qureshi am Dienstag sagte, sollen die Verdächtigen in Pakistan vor Gericht gestellt und im Fall ihrer Schuld nach pakistanischen Gesetzen verurteilt werden.

Die pakistanischen Behörden verhörten unterdessen den angeblichen Chefplaner der Anschläge von Bombay. Zaki-ur-Rehman Lakhvi, ein Führungsmitglied der Organisation Lashkar-e-Taiba, war am Samstag in der zentralpakistanischen Provinz Punjab festgenommen worden, wie ein ranghoher Vertreter der pakistanischen Sicherheitskräfte bestätigte. Zunächst hatte es geheißen, Lakhvi sei mit 15 weiteren Verdächtigen am Sonntag festgenommen worden.

Indischen Medienberichten zufolge hatte der einzige überlebende Angreifer der Anschläge von Bombay Lakhvi als Chefplaner bezeichnet. Bei der Anschlagsserie waren Ende November amtlichen Angaben zufolge 172 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen neun Angreifer.

Indien vermutet die Organisation Lashkar-e-Taiba hinter den Anschlägen. Die radikalislamischen Rebellen kämpfen gegen die indische Herrschaft in Kaschmir, der zwischen Pakistan und Indien umstrittenen Grenzregion, um die beide Atommächte bereits drei Kriege führten. Die Gruppe Lashkar-e-Taiba ("Armee der Frommen"), der Verbindungen zum pakistanischen Geheimdienst nachgesagt werden, ist seit 2002 sowohl in Indien als auch in Pakistan verboten.

Quelle: AFP

 
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