Geschoss schlägt in Wohngegend ein: Palästinenser feuern Rakete auf Israel ab
zuletzt aktualisiert: 30.07.2010 - 15:13Jerusalem (RPO). In der israelischen Stadt Aschkelon ist eine von palästinensischen Extremisten im Gazastreifen abgefeuerte Rakete eingeschlagen. Das Geschoss traf am Freitagmorgen eine Wohngegend, wie die israelischen Streitkräfte mitteilten. Es grenze an ein Wunder, dass niemand verletzt worden sei, sagte Bürgermeister Benni Waknim.
Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, Israel betrachte den Beschuss als "sehr schwerwiegend". Kurz vor dem Einschlag der Grad-Rakete hatte eine Sirene die Bewohner vor der Gefahr gewarnt. Sie konnten sich daher rechtzeitig in Sicherheit bringen, wie Waknim weiter sagte. Ein Mensch musste nach Polizeiangaben wegen eines Schocks ärztlich behandelt werden. Mehrere Fensterscheiben an Wohnhäusern gingen zu Bruch.
Aschkelon hat etwa 120.000 Einwohner und liegt 18 Kilometer nördlich des Gazastreifens, nur 45 Autominuten von Tel Aviv entfernt. Ende 2008 waren Raketenangriffe auf die Stadt ein maßgeblicher Faktor für die israelische Offensive im Gazastreifen. Nach dem dreiwöchigen Militäreinsatz ging die Zahl der Angriffe insgesamt deutlich zurück.
Grad-Raketen haben eine größere Reichweite als die üblicherweise von palästinensischen Extremisten abgefeuerten Kassam-Raketen. Die Geschosse werden vermutlich durch unterirdische Tunnel aus Ägypten in den Gazastreifen geschmuggelt.
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