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Kritik an Wahlprogramm
Jetzt legt sich Donald Trump auch mit dem Papst an

Fotos: Tycoon, Unternehmer und Präsidentschaftskandidat
Fotos: Tycoon, Unternehmer und Präsidentschaftskandidat FOTO: afp, so
New York. Der Papst kritisiert Donald Trump – und der schießt verbal zurück. Der US-amerikanische Präsidentschaftsbewerber hat mit der Reaktion auf eine ihm geltende Aussage von Franziskus nicht lange auf sich warten lassen.

Der Papst sagte im Gespräch mit Reportern auf eine Frage zu Trump, wer an der Grenze zwischen den USA und Mexiko Grenzzäune errichten wolle, sei kein Christ. Der Immobilienmogul erwiderte am Donnerstag umgehend, für einen religiösen Führer sei es beschämend, den Glauben eines Menschen in Frage zu stellen.

In response to the Pope:If and when the Vatican is attacked by ISIS, which as everyone knows is ISIS's ultimate...

Posted by Donald J. Trump on  Thursday, February 18, 2016

Der Papst hatte sich auf seinem Rückflug von Mexiko nach Rom zum Trumps Plänen geäußert, als Präsident einen durchgehenden Grenzzaun zu Mexiko zu bauen und elf Millionen illegale Einwanderer aus den USA abzuschieben. Trump reagierte darauf während im Wahlkampf im US-Staat South Carolina: "Keine Führungsperson, gerade kein religiöser Führer, sollte das Recht haben, die Religion oder den Glauben eines anderen Menschen in Frage zu stellen".

Franziskus kenne nur "die eine Seite der Geschichte"

Der Papst hatte seinerseits gesagt: "Eine Person, die nur daran denkt, Mauern zu bauen, wo auch immer sie ist, und keine Brücken, ist kein Christ." Franziskus betonte aber, Trump nicht persönlich gehört zu haben. Dieser meinte, Franziskus kenne nur die "eine Seite der Geschichte" und warf der mexikanischen Regierung vor, ihn als Pfand zu benutzen.

Der 69-Jährige sagte zudem, sollte der Vatikan von der Terrormiliz Islamischer Staat angegriffen werden, wäre der Papst froh, wenn er - Trump - Präsident der USA wäre. Er bewirbt sich um die Nominierung als offizieller Präsidentschaftskandidat der Republikaner und gehört zu den Favoriten. Er sorgte im Wahlkampf schon mit einigen Äußerungen für Empörung.

(ap/lukra)
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