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Paris-Attentat
Anklage gegen zwei mutmaßliche IS-Helfer in Österreich

Tatort Paris – die blutige Spur des Terrors
Tatort Paris – die blutige Spur des Terrors FOTO: afp, le
Salzburg. In Österreich ist gegen zwei mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die zur Gruppe der Paris-Attentäter gehören sollen, Anklage erhoben worden.

Ihnen wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und in einer kriminellen Organisation vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Salzburg am Donnerstag mitteilte.

Der 26-jährige Marokkaner und ein 40-jähriger Algerier sollen in Salzburg zwei weiteren mutmaßlichen IS-Terroristen geholfen haben, die im Verdacht stehen, Anschläge in Frankreich vorbereitet zu haben. Dieses Duo, ein 35-jähriger Pakistani und ein 29-jähriger Algerier, wurde an Frankreich ausgeliefert.

Die beiden in Salzburg angeklagten Männer sollen laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft logistische Informationen geliefert und Kontakte bereitgestellt haben. "Außerdem haben sie die nach Frankreich ausgelieferten Männer psychisch unterstützt", so der Sprecher. Ob der Marokkaner und der Algerier selbst Anschläge vorbereitet haben, ist laut Behörde derzeit nicht bekannt.

Alle Männer kamen als Flüchtlinge getarnt über Griechenland bis nach Österreich und lernten sich in einer Notunterkunft kennen. Bei den Paris-Attentaten waren im November 2015 130 Menschen ums Leben gekommen.

(felt/dpa)
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