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Kandidaten für Parlamentswahl
Macron-Partei erteilt Manuel Valls eine Absage

Parlamentswahl Frankreich 2017: Macron-Partei erteilt Manuel Valls eine Absage
Ex-Regierungschef Manuel Valls hatte auf eine Kandidatur gesetzt (Archivfoto). FOTO: rtr, JS
Paris. Die Partei des designierten französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron hat ihre Kandidaten für die Wahl im kommenden Monat veröffentlicht. Auf der vielseitigen Liste stehen 428 Namen, doch Ex-Regierungschef Manuel Valls ist nicht dabei – er hatte auf eine Kandidatur gesetzt.

Die meisten der Kandidaten – 52 Prozent – haben wie Macron selbst bislang noch nie ein gewähltes Amt innegehabt. Unter ihnen sind etliche politische Neulinge, darunter mit Jean-Michel Fauvergue der Anführer einer Elite-Einheit der Polizei, die eine Zelle der Terrormiliz Islamischer Staat zu Fall gebracht hat, und mit Claire Tassadit Houd eine, die ihre Schwester bei den Pariser Terroranschlägen im November 2015 verloren hat.

Die Hälfte der Kandidaten sind Frauen

Neben einem Computer-Experten, der mit 16 Jahren zu arbeiten begonnen hat, sind auch ein paar Arbeitslose, Studenten und ein Journalist auf der Liste zu finden, der über Konflikte in Afrika berichtet hat. Die Altersspanne der Kandidaten reicht von 24 bis 72 Jahren, die Hälfte der Bewerber sind Frauen.

Parteigeneralsekretär Richard Ferrand sagte am Donnerstag, dass 95 Prozent der Kandidaten nicht zu den Mitgliedern der scheidenden Nationalversammlung zählten. Das Durchschnittsalter betrage 46 Jahre - im Vergleich zu den 60 Jahren, die ein Abgeordneter des bisherigen Unterhauses alt sei.

Das ist Emmanuel Macron FOTO: dpa, TH

Valls wollte sich Macron anschließen

Bei der Wahl im Juni werden alle 577 Unterhaussitze neu vergeben, in den meisten Wahlbezirken will die Partei antreten. 148 weitere Kandidaten von Macrons Partei sollen in der kommenden Woche genannt werden. Fest steht bereits, dass La République en Marche im Wahlbezirk von Ex-Premier Valls keinen Kandidaten aufstellt.

Der hatte vor wenigen Tagen gesagt, er wolle die Sozialistische Partei verlassen und sich stattdessen Macrons Bewegung anschließen. Er erhielt jedoch eine Absage. Der frühere Premier habe bereits drei Amtsperioden im Parlament gesessen, was ein Kriterium der Partei sei, um potenzielle Kandidaten auszuschließen, sagte Ferrand.

Er fügte jedoch hinzu, dass seine Partei keinen Kandidaten für Valls' Wahlbezirk Évry präsentieren werde, der gegen den früheren Premierminister antreten würde. La République en Marche setzt darauf, frische Gesichter und neue Ideen in die Politik einzubringen.

So reagieren Gewinner und Verlierer auf das Ergebnis FOTO: dpa, TH hjb
(isw/ap)
 
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