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Bürgerkrieg
Parlamentswahl in Syrien begonnen

Parlamentswahl in Syrien - Assad-Partei wird wohl gewinnen
Die Abstimmung findet nur in den von der Regierung kontrollierten Gebieten statt FOTO: ap
Damaskus . Im Bürgerkriegsland Syrien findet eine umstrittene Parlamentswahl statt. Lediglich die Bewohner der von der Regierung kontrollierten Gebiete können an der Abstimmung teilnehmen. Das sind nur etwa 60 Prozent der Bevölkerung.

Mehr als 11.300 Kandidaten hatten sich zunächst um die 250 Sitze im Parlament in Damaskus beworben, 3500 von ihnen hielten bis zum Schluss an ihrer Kandidatur fest. Zur Wahl stellen dürfen sich auch Kandidaten, die nicht zur Baath-Partei des syrischen Machthabers Baschar al-Assad gehören. Es wird dennoch mit einem neuerlichen Sieg der Partei gerechnet. Es ist die zweite Parlamentswahl in Syrien seit Beginn des Bürgerkriegs im März 2011. Die Wahllokale sollen um 18.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit schließen.

Gleichzeitig Friedensgespräche 

Die syrische Opposition hat zum Boykott des Urnengangs aufgerufen. Auch die Vereinten Nationen wollen das Ergebnis nicht anerkennen. Sie plädieren dafür, im Rahmen eines Friedensprozesses in den kommenden 18 Monaten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen abzuhalten. In Genf soll am Mittwoch eine neue Runde der von der UNO vermittelten indirekten Friedensgespräche zwischen der syrischen Regierung und Oppositionsgruppen beginnen.

Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura hatte die nächste Phase der Gespräche als "entscheidend" bezeichnet, da sie sich mit dem politischen Übergang befasst. Hier liegen die Positionen von Regierung und Opposition weit auseinander: Die Regierung will eine um Oppositionelle erweiterte Übergangsregierung unter Assads Führung einsetzen, die Opposition will ein Exekutivgremium schaffen, dem Assad nicht angehört.

(crwo/AFP)
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