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Aktionstag am Samstag
"Pegida" will in ganz Europa protestieren

Pegida-Anhänger und Gegner in Dresden auf der Straße
Dresden. Die deutsche "Pegida"-Bewegung und weitere fremdenfeindliche Zusammenschlüsse in anderen europäischen Staaten planen am Samstag einen gemeinsamen Aktionstag. Allein in Dresden rechnet die Polizei mit 15.000 Anhängern.

Demonstrationen sind in Dresden und anderen Städten geplant, darunter Prag, Warschau,  Amsterdam und Birmingham. In Dresden werden bis zu 15.000 Pegida-Anhänger sowie 10.000 Gegendemonstranten erwartet.

Rund um den Aufzug der islam- und fremdenfeindlichen Bewegung soll es Meetings, Mahnwachen und Friedensgebete geben. Die Polizei befürchtet Zusammenstöße zwischen Pegida-Anhängern und Gegnern und ist mit rund 1000 Polizisten in der Elbestadt im Einsatz.

Teilnehmer von "Pegida" bei einem Umzug in Dresden. FOTO: dpa, skh fpt

Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich tritt für ein striktes Durchgreifen gegen die "Pegida"-Bewegung ein. "Die Redner bei Pegida nehmen mittlerweile ja keine Rücksicht mehr", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Sie rufen offen zur Gewalt gegen Ausländer oder Politiker auf. Da ist jetzt zunehmend die Staatsanwaltschaft gefragt. Pegida kann das nicht länger schönreden."

Tillich gab zugleich zu bedenken, es sei "klar zu trennen zwischen den Organisatoren und denen, die wegen einer vielschichtigen Unzufriedenheit dort mitlaufen." Die Herausforderung sei es, die Anhänger im Dialog zurückzuholen.

(csi/dpa)