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Perus Ex-Machthaber
Fujimori verlässt Krankenhaus nach Begnadigung

Peru: Alberto Fujimori (79) verlässt Krankenhaus nach Begnadigung
Der ehemalige Präsident von Peru, Alberto Fujimori (Archivbild von 2013). FOTO: dpa
Lima. Nach seiner überraschenden Begnadigung hat Perus autoritärer Ex-Präsident Alberto Fujimori das Krankenhaus als freier Mann verlassen.

Sein Sohn Kenji Fujimori holte den 79-Jährigen am Donnerstag Medienberichten zufolge aus der Klinik in der Hauptstadt Lima ab und brachte ihn vermutlich in sein Haus im Viertel La Molina. Wegen seines schlechten Gesundheitszustands hatte Präsident Pedro Pablo Kuczynski den früheren Machthaber an Weihnachten begnadigt.

Fujimori verbrachte die letzten zehn Jahre im Gefängnis. Wegen seiner Mitverantwortung für 25 Morde während seiner Amtszeit (1990 bis 2000) hätte er eigentlich noch 15 weitere Jahre in Haft bleiben müssen. Fujimori ist in Peru äußerst umstritten. Seine Anhänger stellen seinen entschlossenen Kampf gegen die Guerillaorganisation Leuchtender Pfad heraus. Seine Gegner werfen ihm schwere Menschenrechtsverletzungen vor.

Fuijimoris Begnadigung kam für viele Peruaner überraschend. Kritiker witterten einen schmutzigen Deal zwischen Kuczynski und Fujimoris Sohn Kenji. Der soll als Gegenleistung für die Begnadigung seines Vaters dafür gesorgt haben, dass die Opposition nicht genug Stimmen für eine Amtsenthebung von Kuczynski im Kongress zusammenbekam.

(wer/dpa)
 
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