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Pierre de Villiers
Französischer Generalstabschef tritt zurück

Pierre de Villiers: Französischer Generalstabschef tritt zurück
Staatschef Emmanuel Macron und Pierre de Villiers, französischer Generalstabschef FOTO: rtr, SAA/
Paris. Im Streit um Sparmaßnahmen bei der französischen Armee ist der oberste Militär des Landes, Pierre de Villiers, zurückgetreten. Macron hatte den General öffentlich zurechtgewiesen. Einen Nachfolger soll es bereits geben.

Generalstabschef Pierre de Villiers reichte am Mittwoch bei Präsident Emmanuel Macron seinen Rücktritt ein, wie der General der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Der Staatschef habe das Gesuch angenommen.

De Villiers erklärte, er sehe sich nicht mehr in der Lage, das Modell einer Armee zu garantieren, das für "den Schutz Frankreichs und der Franzosen" notwendig sei. Er habe es als seine "Pflicht" angesehen, seine Sorgen über die angekündigten Sparmaßnahmen "hinter verschlossener Tür, in aller Transparenz und Wahrheit" kundzutun.

Der 60-jährige General hatte für dieses Jahr im Verteidigungsbudget vorgesehene Einsparungen von 850 Millionen Euro kritisiert. Er wurde dafür vergangene Woche von Macron mit scharfen Worten zurechtgewiesen: In einer Ansprache vor ranghohen Militärs sprach der Staatschef von einer "unwürdigen" Debatte und forderte "Pflichtbewusstsein und Zurückhaltung". Seitdem wackelte de Villiers Posten - auch wenn Macron und der Generalstabschef bei der Militärparade zum französischen Nationalfeiertag am 14. Juli gemeinsam auftraten.

Ein Nachfolger für de Villiers soll schon gefunden sein: Der französische General François Lecointre soll Posten besetzen. Das verlautete aus Regierungskreisen in Paris. Der 55-Jährige war in der Vergangenheit unter anderem in Ruanda und im früheren Jugoslawien im Einsatz. Zuletzt leitete er das Militärkabinett von Premierminister Edouard Philippe.

Der mögliche Nachfolger: François Lecointre FOTO: ap
(afp/veke)
 
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