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Nach Türkei-Attentat: PKK-Führer weist Verantwortung für Anschlag zurück

zuletzt aktualisiert: 18.07.2005 - 16:37

Ankara (rpo). Nach dem Bombenanschlag von Kusadasi hat die verbotene Kurdische Arbeiterpartei (PKK) jegliche Verantwortung zurückgewiesen. Der militärische Anführer der Organisation, Murat Karayilan, erklärte am Montag, seine Leute hätten nichts mit der Bluttat zu tun.

Bei dem Anschlag in dem Badeort an der türkischen Ägäis kamen am Samstag fünf Menschen ums Leben, darunter ein britischer und ein irischer Tourist. Die türkischen Behörden vermuten kurdische Rebellen hinter der Bombenexplosion in einem Kleinbus.

Papst Benedikt der XVI. veröffentlichte am Montag ein Kondolenzschreiben, in dem er von einem "schrecklichen Angriff" sprach. In der Nachricht an den päpstlichen Gesandten in Ankara drückte der Papst auch sein Mitgefühl für die Verletzten aus und sagte, er fühle mit dem türkischen Volk.

Laut der in Deutschland ansässigen kurdischen Nachrichtenagentur Mezopotamya bot Karayilan unterdessen die Freilassung eines entführten türkischen Soldaten an, falls die türkischen Streitkräfte ihre Offensive im Südosten des Landes beendeten. Man reagiere damit auf Gesuche von anderen kurdischen Aktivisten, eine Eskalation zu vermeiden, hieß es. Der Soldat Cöskün Kirandi wurde in der vergangenen Woche an einer Straßensperre bei Tünceli verschleppt.

Der Konflikt in den kurdischen Gebieten der Türkei hält schon seit 1984 an. Mehr als 37.000 Menschen kamen bereits ums Leben. Nach der Verhaftung von PKK-Chef Abdullah Öcalan Anfang 1999 erklärte die Untergrundorganisation einen einseitigen Waffenstillstand. Dieser wurde am 1. Juni 2004 für beendet erklärt. Seitdem nimmt die Gewalt wieder zu.

Quelle: ap

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