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Bürgerkrieg in Syrien
PLO lehnt bewaffneten Kampf in Syrien ab

Bilder aus dem syrischen Flüchtlingslager Jarmuk
Bilder aus dem syrischen Flüchtlingslager Jarmuk FOTO: ap
Ramallah. Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) will einen bewaffneten Kampf der Palästinenser für das Flüchtlingslager Jarmuk in Syrien nicht unterstützen.

In einer Mitteilung aus Ramallah hieß es am Freitag, die PLO wolle verhindern, dass die Palästinenser in den Bürgerkrieg hineingezogen werden.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat große Teile des Flüchtlingslagers unter ihre Kontrolle gebracht. In dem Lager im Süden der syrischen Hauptstadt Damaskus leben noch rund 16 000 von einst etwa 150 000 Palästinensern. Dabei handelt es sich um Flüchtlinge aus dem arabisch-israelischen Krieg 1948 und um deren Nachkommen.

Die Mitteilung aus Ramallah widerspricht Aussagen, die ein PLO-Abgesandter zuvor in Damaskus getätigt hatte. Ahmed Madschdalani sagte dort, die Palästinenser wollten gemeinsam mit der syrischen Armee gegen die Extremisten vorgehen. Ziel sei es, den IS aus dem Lager zu vertreiben. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte Madschdalani zu Gesprächen nach Damaskus entsandt.

(dpa)
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