kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Taliban setzt neues Ultimatum: Polizei findet Leiche südkoreanischer Geisel

zuletzt aktualisiert: 31.07.2007 - 09:20

Ghasni (RPO). Die afghanische Polizei hat die Leiche der zweiten von den Taliban getöteten südkoreanischen Geisel in der Provinz Ghasni gefunden. "Der Leichnam des Südkoreaners wurde in der Nacht im Distrikt Andar gefunden. Er wies Spuren von Kugeln auf", sagte der Chef der Provinzpolizei, Alischah Ahmadsai am Dienstag.

Die Taliban hatten am Montag erklärt, in Reaktion auf die gescheiterten Verhandlungen mit der afghanischen Regierung einen in ihrer Gewalt befindlichen Südkoreaner erschossen zu haben. In der vergangenen Woche hatten sie bereits einen 42-jährigen Pastor aus der ursprünglich 23 Menschen umfassenden Gruppe erschossen.

Nach der Ermordung haben die Taliban ein neues Ultimatum bis Mittwochmittag (09.30 Uhr MESZ) gesetzt. "Unser letztes Ultimatum für die noch lebenden 21 Südkoreaner ist morgen Mittag", sagte Taliban-Sprecher Jussuf Ahmadi der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag am Telefon. 

"Es könnte ein Mann oder eine Frau sein... Es könnte einer sein. Es könnten zwei, vier sein. Es könnten alle sein", sagte Ahmadi.

Die südkoreanischen Christen, die sich zu einem Hilfseinsatz in Afghanistan aufhielten, waren am 19. Juli in Ghasni verschleppt worden. Die Taliban fordern die Freilassung von acht ihrer Kämpfer aus afghanischen Gefängnissen.

Die südkoreanischen Christen, die sich zu einem Hilfseinsatz in Afghanistan aufhielten, waren am 19. Juli in Ghasni verschleppt worden. Die Taliban fordern die Freilassung von acht ihrer Kämpfer aus afghanischen Gefängnissen.

Die Regierungen in Kabul und Seoul hätten ihre Zusage nicht eingehalten, inhaftierte Taliban auf freien Fuß zu setzen, erklärte Ahmadi. Sollten die Verhandlungen weiter keinen Erfolg zeigen, "könnten die Taliban jederzeit eine weitere koreanische Geisel töten".

Die Kidnapper hatten am Montag zunächst zwei Ultimaten verstreichen lassen und nach Behördenangaben eine neue Frist für weitere Verhandlungen gestellt. Der Regierung sei bis Mittwoch Zeit gegeben worden, teilte der Gouverneur der Provinz Ghasni mit, Maradschudin Pathan.

Der arabische Fernsehsender Al Dschasira strahlte am Abend Videoaufnahmen aus, auf denen offenbar die verschleppten Südkoreaner zu sehen sind. Mehrere der weiblichen Geiseln kauern, mit Schleiern verhüllt, im Dunkeln. Die entführten Christen wurden offenbar zu Boden geworfen, keiner von ihnen spricht. Wie Al Dschasira an das Band kam, teilte der Sender nicht mit.

Die Echtheit der Aufnahmen konnte zunächst auch nicht bestätigt werden. Die ursprünglich 23 Mitglieder umfassende südkoreanische Gruppe war am 19. Juli in der afghanischen Provinz Ghasni entführt worden.

Bei einem Überfall von Taliban-Kämpfern südlich der Hauptstadt Kabul wurden unterdessen bis zu 13 Mitglieder eines privaten Sicherheitsunternehmens getötet. Der Zwischenfall ereignete sich auf der Straße von Kabul nach Kandahar, auf der auch die Südkoreaner verschleppt worden waren.

Während eines dreistündigen Gefechts seien dort am Sonntag 13 Sicherheitsleute und fünf Taliban ums Leben gekommen, erklärte die Polizei. Das Büro des örtlichen Gouverneurs sprach von sieben Toten, die ISAF von einem Angriff auf Zivilpersonen.

Quelle: afp

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online

Betreuungsgeld

FDP will keine weiteren Zugeständnisse machen

FDP-Generalsekretär Patrick Döring schließt weitere Ausgaben für die Familienpolitik nach der Einführung des umstrittenen Betreuungsgeldes a ... mehr 

"Deutsch-französischer Motor überbewertet"

Frankreichs Präsident François Hollande

"Deutsch-französischer Motor überbewertet"

Frankreichs neuer Präsident François Hollande sieht beim Thema Eurobonds keine unüberbrückbaren Differenzen mit Bundeskanzlerin Angela Merke ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Frankreichs Präsident François Hollande

"Deutsch-französischer Motor überbewertet"

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

US-Präsident Barack Obama überwacht einem Medienbericht zufolge persönlich die Auswahl der Ziele für die Drohnenangriffe gegen Anhänger von Al-Qaida und anderer Terrorgruppen. mehr

 

Diese Männer spalten Ägypten

Ein Islamist und ein Mubarak-Mann

 

Bundespräsident zu Gast in Israel

Gauck: Israel plant keinen Angriff gegen Iran

 
 

Strafmaßnahme wegen Massaker von Hula

Deutschland weist syrischen Botschafter aus

 

Israel-Reise des Bundespräsidenten

Gauck: "Israel ist ein blühendes Land"

Top-Services