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Präsidentschaft
"Unberührbarer" wird Indiens Staatsoberhaupt

Präsidentschaft: "Unberührbarer"  Ram Nath Kovind wird Indiens Staatsoberhaupt
Der neue Staatspräsident Indiens, Ram Nath Kovind, wird am Flughafen in Neu-Delhi umjubelt. FOTO: dpa, TT abl
Neu Delhi. Zum zweiten Mal in der indischen Geschichte ist ein Angehöriger der untersten Stufe des Kastenwesens zum Präsidenten gewählt worden. Ram Nath Kovind von der Regierungspartei BJP ist neues Staatsoberhaupt Indiens.

Bei der Wahl zwischen zwei Angehörigen der unteresten Stufe des Kastenwesens, die früher als "Unberührbare" galten und heute Dalits genannt werden, setzte sich der 71-Jährige mit knapp 66 Prozent der Stimmen durch, wie der Wahlleiter Anup Mishra am Donnerstag mitteilte.

Kovind übernimmt vor allem repräsentative Aufgaben 

Indiens Präsident ist Staatsoberhaupt, erfüllt aber vor allem repräsentative Aufgaben. Die Macht liegt beim Premierminister.

Fast 99 Prozent der knapp 4900 Abgeordneten der Legislativen des Landes und der Bundesstaaten hatten am Montag ihre Stimmzettel abgegeben. Sie wurden am Donnerstag in der Hauptstadt Neu Delhi ausgezählt.

Kovind war bislang Gouverneur des Bundesstaates Bihar und früher Abgeordneter im Oberhaus des indischen Parlaments - beide Posten werden nicht direkt vom Volk gewählt. Er bekommt eine fünfjährige Amtszeit als Nachfolger von Pranab Mukherjee und wird Indiens zweiter Dalit-Präsident nach K.R. Narayanan, der das Amt von 1997 bis 2002 innehatte.

Als Kandidatin der Opposition um die Kongress-Partei war die frühere Diplomatin, Ministerin und erste weibliche Parlamentspräsidentin des Landes, Meira Kumar (72), ins Rennen gegangen.

(beaw/dpa)
 
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