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Fort Hood amoklauf AP 2009-11
  Foto: APTN, AP
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Amokläufer als "Helden" bezeichnet: Prediger im Jemen verteidigt Bluttat in Fort Hood

zuletzt aktualisiert: 16.11.2009 - 19:18

Washington (RPO). Der radikale jemenitische Prediger, mit dem der Amokläufer von Fort Hood im Kontakt stand, hat die Bluttat erneut verteidigt. Sie sei eine Form des heiligen Krieges und deshalb vom Islam gerechtfertigt, sagte Imam Anwar el Aulaki im Gespräch mit einem jemenitischen Journalisten, das die "Washington Post" am Montag veröffentlichte.

"In den USA haben einige gesagt, dass die Schießerei nichts mit dem Islam zu tun habe und vom Islam nicht gerechtfertigt sei", sagte der jemenitische Prediger in dem Interview. "Ich aber sage, sie ist gerechtfertigt." Schließlich seien es die USA gewesen, die in muslimische Länder gekommen seien, um dort zu kämpfen. Auf der Internetseite des Imam stand nach der Bluttat als Rechtfertigung zu lesen, die getöteten Soldaten hätten vor Einsätzen in Afghanistan und dem Irak gestanden.

Den US-Militärpsychiater Nidal Malik Hasan, der bei seinem Amoklauf Anfang November auf dem texanischen Armeestützpunkt 13 Menschen getötet und 42 weitere verletzt hatte, bezeichnete der Prediger in dem "Washington Post"-Interview als "Helden". Zum Inhalt seiner Email-Korrespondenz mit dem mutmaßlichen Täter äußerte er sich allerdings nicht.

Im Dezember 2008 habe der Militärpsychiater ihm erstmals eine Email geschickt, sagte der Imam in dem Interview weiter. In der Folge sei deutlich geworden, dass dieser ein großes Vertrauen in ihn entwickelt habe. Der Prediger, dem Kontakte zum Terrornetzwerk El Kaida nachgesagt werden, beschrieb Hasan als gläubigen Muslim mit guten Kenntnissen des islamischen Rechts. Bekehrt worden sei dieser in den Jahren 2001 und 2002. Damals habe der Major die Moschee im US-Bundesstaat Virginia besucht, in der Aulaki zu der Zeit gepredigt habe. Die Ermittler schließen religiöse Gründe für den Amoklauf des arabischstämmigen Muslims nicht aus.

Quelle: AFP/felt

 
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