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Proteste in Frankreich
Polizei setzt Tränengas gegen Demonstranten ein

Proteste in Frankreich: Polizei setzt Tränengas ein
FOTO: afp, le
Paris. Die französiche Polizei hat in Paris eine Demonstration der Bewegung "Nuit debout" in der Nacht zu Freitag gewaltsam aufgelöst. Die Demonstranten hatten sich trotz eines Verbotes auf dem Platz der Republik aufgehalten.

Im Umfeld des Platzes der Republik, wo seit Wochen gegen soziale Ungerechtigkeit protestiert wird, randalierten nach Angaben der Polizeipräfektur mehrfach kleinere Menschengruppen, bewarfen Einsatzkräfte und zündeten Fahrzeuge an. 24 Menschen wurden festgenommen, Verletzte gab es nicht.

Seit dem 31. März versammeln sich jeden Abend Demonstranten auf dem Platz in der Pariser Innenstadt, um gegen eine geplante Arbeitsrechtsreform des sozialistischen Staatschefs François Hollande zu protestieren und mehr soziale Gerechtigkeit zu fordern. Die Bewegung "Nuit debout" - frei übersetzt "Die Aufrechten der Nacht" - hat sich inzwischen auf dutzende französische Städte ausgebreitet.

Bei einer Demonstration in Paris setzten Sicherheitskräfte nun Tränengas und Lärmgranaten gegen hunderte Demonstranten ein, die sich trotz eines Verbots ab Mitternacht noch auf dem Platz der Republik aufhielten. Am Rande der Proteste wurden mehrere Fahrzeuge in Brand gesetzt und Flaschen auf Beamte geschleudert.

Am Nachmittag hatte es Ausschreitungen gegeben

Am Nachmittag war es bei landesweiten Demonstrationen gegen die Arbeitsrechtsreform bereits zu Ausschreitungen gekommen. Landesweit wurden dabei nach Angaben von Innenminister Bernard Cazeneuve 124 Menschen festgenommen. Bei den Auseinandersetzungen seien 24 Polizisten verletzt worden, drei von ihnen schwer.

Den Behörden zufolge beteiligten sich knapp 170.000 Menschen an den Protesten in rund 40 Städten, die Veranstalter sprachen von 500.000 Teilnehmern.

(rent/AFP)
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