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Entscheidung für Donnerstag erwartet
Proteste vor Glyphosat-Verhandlungen in Brüssel

Proteste vor Glyphosat-Verhandlungen in Brüssel
Das Unkrautgift Glyphosat ist umstritten. FOTO: dpa, his gfh
Brüssel. Begleitet von Protesten haben in Brüssel die Verhandlungen über die Zukunft des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat in Europa begonnen.

Vor dem Gebäude, in dem die Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten und der EU-Kommission bis Donnerstag beraten, protestierten am Mittwochmorgen Demonstranten gegen eine mögliche Verlängerung der Zulassung. "Stop Glyphosat" war auf Plakaten zu lesen. Weitere Proteste waren für den frühen Nachmittag im Brüsseler Europaviertel geplant.

EU-Mitgliedstaaten legen Positionen dar

Eine Entscheidung zu Glyphosat wird nach Angaben von EU-Diplomaten erst für Donnerstag erwartet. Zunächst würden die einzelnen EU-Mitgliedstaaten ihre Positionen darlegen, hieß es.

Die Haltung der Bundesregierung war auch zu Verhandlungsbeginn weiter unklar. Das Bundeslandwirtschaftsministerium ist für eine Verlängerung, die SPD-geführten Ressorts wie das Umweltministerium dagegen. Sollte es bis zu einer möglichen Abstimmung weiter bei diesem Patt bleiben, müsste sich Deutschland enthalten.

Die Zulassung für Glyphosat in der EU läuft Ende Juni aus. Die EU wollte bereits im März über eine Verlängerung entscheiden, verschob die Abstimmung wegen zu unterschiedlicher Meinungen jedoch.

Diese Umfrage zeigt, wie wichtig den Deutschen der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel ist.

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(AFP)
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