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Keine Beobachter zugelassen: Prozess gegen Amerikaner in Teheran beginnt

zuletzt aktualisiert: 06.02.2011 - 12:07

Teheran (RPO). Hinter verschlossenen Türen hat am Sonntag in Teheran der Prozess gegen drei der Spionage beschuldigte Amerikaner begonnen. Die drei waren im Juli 2009 im irakisch-iranischen Grenzgebiet festgenommen worden.

Der Prozess gegen das Paar Shane Bauer und Sarah Shourd hat in Teheran begonnen. Den beiden wird Spionage vorgeworfen. Die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen.  Foto: www.freethehikers.org, AP
Der Prozess gegen das Paar Shane Bauer und Sarah Shourd hat in Teheran begonnen. Den beiden wird Spionage vorgeworfen. Die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen. Foto: www.freethehikers.org, AP

Die Beschuldigten erklärten, sie seien in der Region gewandert und hätten die Grenze wenn überhaupt nur versehentlich überquert. Ein Mitglied der Gruppe, eine Frau, kam im September gegen Kaution frei.

Die Justizbehörden schlossen am Sonntag alle Beobachter von dem Verfahren aus. Davon betroffen war auch die Schweizer Botschafterin Livia Leu Agosti, die die amerikanischen Interessen im Iran vertritt. Einzelheiten des Verfahrens waren nicht bekannt, örtliche Journalisten berichteten jedoch, der Prozess habe begonnen. Den Angeklagten droht bei einer Verurteilung wegen Spionage bis zu zehn Jahre Haft.

Auch Josh Fattal ist im Prozess angeklagt. Foto: www.freethehikers.org, AP

Sarah Shourd bleibt in USA

Im September war die beschuldigte Sarah Shourd gegen eine Zahlung von 500.000 Dollar auf freien Fuß gekommen. Ihr Verlobter Shane Bauer und ihr gemeinsamer Freund Josh Fattal blieben im Gefängnis in Teheran. In der vergangenen Woche forderte die iranische Regierung Shourd zur Rückkehr für den Prozess auf, sie blieb jedoch in den Vereinigten Staaten.

Shourd und Bauer lebten zusammen in der syrischen Hauptstadt Damaskus. Er arbeitete dort als freier Journalist, sie als Englischlehrerin. Fattal, ein Umweltaktivist, besuchte die beiden im Juli 2009, bevor sie in den Nordirak aufbrachen. Die Familien der Festgenommenen haben sich mehrfach öffentlich für ihre Freilassung eingesetzt. Die drei Mütter reisten im Mai sogar nach Teheran.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad sagte damals, die Amerikaner hätten das Gesetz gebrochen. Er werde sich jedoch bei den Justizbehörden, die von den Geistlichen des Landes kontrolliert werden, für Milde einsetzen. Gleichzeitig nutzte Ahmadinedschad immer wieder den Fall, um den Blick auf iranische Häftlinge in den USA zu lenken.

Quelle: apd/jre

 
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