kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Machtkampf in Honduras: Putschisten malträtieren Zelaya mit Lärm

zuletzt aktualisiert: 22.10.2009 - 09:12

Tegucigalpa (RPO). Die Putschisten in Honduras verstärken den Druck auf den rechtmäßigen Präsidenten Manuel Zelaya. Der gestürzte Regierungschef verschanzt sich nach wie vor in der Botschaft Brasiliens. Seine Gegner greifen in der Auseinandersetzung nun auf eine besonders perfide Form der Gewalt zurück: Sie beschallen den Präsidenten mit ohrenbetäubendem Lärm.

Wie dessen juristischer Berater Rasel Tomé dem Sender Radio Globo sagte, wurden der Präsident und seine mit ihm in der Botschaft ausharrenden Anhänger in der Nacht zum Mittwoch von Soldaten mit ohrenbetäubender Musik, Militärmärschen und Aufnahmen von Tierschreien beschallt, um sie am Schlafen zu hindern. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP, der sich ebenfalls in der Botschaft aufhält, bestätigte die Angaben.

Die "psychologische Kriegsführung" fand demnach wenige Stunden vor einem Treffen der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Washington statt. Diese rief die Konfliktparteien auf, den Stillstand in den Krisengesprächen zu überwinden und den Dialog fortzusetzen. Der Streit dreht sich vor allem um Zelayas Wiedereinsetzung in das Präsidentenamt vor der für den 29. November vorgesehenen Präsidentschaftswahl.

Zelaya, dessen reguläre Amtszeit bis zum Januar dauert, begrüßte die OAS-Erklärung. Zugleich forderte er, eine Frist für den Dialog zu setzen. Der US-Vertreter bei der OAS, Lewis Amselem, sagte, die Gespräche dürften nicht dazu dienen, Zeit zu schinden. Die De-facto-Regierung von Roberto Micheletti habe bislang weniger Kompromissbereitschaft gezeigt als Zelaya.

Zelaya war Ende Juni entmachtet und vom Militär außer Landes gebracht worden. Ende September kehrte er heimlich in seine Heimat zurück und sitzt seither in der brasilianischen Botschaft fest. Gemäß der honduranischen Verfassung darf er nicht erneut für das Präsidentenamt kandidieren. Internationale Beobachter haben angekündigt, dass sie die Präsidentschaftswahl nicht als gültig anerkennen würden, sollte Zelaya zuvor nicht in sein Amt zurückkehren.

Quelle: AFP/pst

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online

Betreuungsgeld

FDP will keine weiteren Zugeständnisse machen

FDP-Generalsekretär Patrick Döring schließt weitere Ausgaben für die Familienpolitik nach der Einführung des umstrittenen Betreuungsgeldes a ... mehr 

"Deutsch-französischer Motor überbewertet"

Frankreichs Präsident François Hollande

"Deutsch-französischer Motor überbewertet"

Frankreichs neuer Präsident François Hollande sieht beim Thema Eurobonds keine unüberbrückbaren Differenzen mit Bundeskanzlerin Angela Merke ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Frankreichs Präsident François Hollande

"Deutsch-französischer Motor überbewertet"

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

US-Präsident Barack Obama überwacht einem Medienbericht zufolge persönlich die Auswahl der Ziele für die Drohnenangriffe gegen Anhänger von Al-Qaida und anderer Terrorgruppen. mehr

 

Diese Männer spalten Ägypten

Ein Islamist und ein Mubarak-Mann

 

Bundespräsident zu Gast in Israel

Gauck: Israel plant keinen Angriff gegen Iran

 
 

Strafmaßnahme wegen Massaker von Hula

Deutschland weist syrischen Botschafter aus

 

Israel-Reise des Bundespräsidenten

Gauck: "Israel ist ein blühendes Land"

Top-Services