| 16.14 Uhr

Nach dem Putschversuch
Türkei schasst weitere Mitglieder der Luftwaffe

Putschversuch in der Türkei - Parlamentsgebäude teils zerstört
Putschversuch in der Türkei - Parlamentsgebäude teils zerstört FOTO: dpa, lb
Istanbul. Die Türkei hat im Zusammenhang mit dem gescheiterten Putschversuch vom Juli weitere 73 Personen aus den Streitkräften ausgeschlossen. Dabei handelt es sich um Mitglieder der Luftwaffe.

Das Verteidigungsministerium verkündete auf seinem offiziellen Twitteraccount das Vorgehen gegen 73 Mitglieder der Luftwaffe. Die Entlassungen hätten das Militär gestärkt, "während es sich des Verräters Feto entledigt" – ein Anspielung auf den im US-Exil lebenden Geistlichen Fethullah Gülen. Ihn betrachtet die Türkei als Drahtzieher des Putschs.

Gülen hat den Vorwurf zurückgewiesen. Für "Imame, die die Streitkräfte leiten" und Soldaten mit Verbindungen zu Gülens Organisation seien in 17 Provinzen 105 Haftbefehle ausgestellt worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu. Bei den Imamen soll es sich um Gülen-Anhänger handeln, die wichtige Befehlsposten innehaben.

Erst in der vergangenen Woche waren 820 Militärangehörige entlassen worden, 648 von ihnen wurden inhaftiert. Insgesamt wurden seit dem Putschversuch schätzungsweise mehr als 5000 Militärangehörige entlassen, darunter 151 Generäle und Admirale.

(rent/ap)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Putschversuch: Türkei schasst weitere Mitglieder der Luftwaffe


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.