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Afghanistan
Taliban töten zwölf Reisende

Kabul. Die radikalislamischen Taliban haben in der afghanischen Nordprovinz Kundus und in der Ostprovinz Gasni Reisende aus Fahrzeugen entführt. Laut Behörden töteten sie zwölf Menschen. Um die 40 könnten noch in den Händen der Taliban sein.

Laut dem Sprecher der Polizei in Kundus, Hidschratullah Akbari, hatten die Taliban am Dienstag auf der Autobahn einen Bus angehalten und durchsucht. Wieviele Menschen genau entführt worden seien, sei noch unklar. Ein Provinzratsmitglied, Amruddin Wali, sprach von "mindestens 40 Geiseln" aus einem Bus und einem Toyota-Kombi.

Nach Angaben des Sprechers der Polizei in Gasni, Dschawid Salangi, waren bereits vor einigen Tagen zwölf Mitglieder der Sicherheitskräfte auf mehreren Straßen entführt worden. Dienstagabend seien ihre Leichen im Bezirk Andar gefunden worden. Zwei der Toten seien Mitglieder des Geheimdienstes gewesen, zehn waren Soldaten und Polizisten.

Erst vor etwas mehr als einer Woche hatten die Islamisten in Kundus mehrere Busse angehalten und zunächst mehr als 180 Geiseln genommen.
Viele wurden schnell wieder freigelassen, aber zehn Menschen erschossen die Taliban am Straßenrand, zwei weitere töteten sie kurz darauf. Acht Geiseln sind weiterhin in ihren Händen. Die Taliban behaupten, die Geiseln seien Soldaten, die Regierung bestreitet das.

(dpa)
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