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Zwei Tote und 16 Festnahmen
Schlag gegen Extremisten bei Razzia in Tunesien

Razzia in Tunesien: Schlag gegen Extremisten in Tunis
Ein tunesischer Polizist bei einer Razzia in Mnihla, einem Ort ausßerhalb von Tunis. FOTO: afp, FB
Tunis. Bei einer Razzia in Tunesien haben Einsatzkräfte nach Angaben des Innenministeriums zwei Terrorverdächtige getötet und 16 weitere festgenommen. Sie stürmten am nordwestlichen Rand der Hauptstadt Tunis am Mittwochmorgen ein Haus, in dem die Behörden Terroristen vermuteten, wie das Ministerium mitteilte.

Der staatlichen Nachrichtenagentur Tap zufolge, die sich auf Sicherheitskreise berief, wurde dabei das Feuer auf die Kräfte der Nationalgarde eröffnet. Zwei Verdächtigen gelang demnach zunächst die Flucht. In dem Haus seien Waffen und Munition gefunden worden.

Bei einer anderen Razzia westlich von Tunis wurden Tap zufolge vier weitere Personen festgenommen. Sie sollen laut einer anderen Sicherheitsquelle der Nachrichtenagentur wahrscheinlich mit dem Angriff in der Stadt Ben Gardane im März zu tun gehabt haben.

Damals hatten Dutzende mutmaßliche Dschihadisten einen tunesischen Militärstützpunkt in der Stadt nahe der Grenze zum Bürgerkriegsland Libyen angegriffen. Bei heftigen Gefechten kamen mehr als 50 Extremisten und 13 Angehörige der Sicherheitskräfte ums Leben.

Wegen anhaltender Terrorgefahr gilt bis Ende Juni der Ausnahmezustand in Tunesien. Staatschef Béji Caïd Essebsi hatte diesen im vergangenen November nach einem Terroranschlag auf einen Bus der Präsidentengarde verhängt. Damals starben zwölf Sicherheitskräfte.

(dpa)
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