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Handgemenge
Chaotische Szenen bei Erdogan-Rede in Washington

Handgemenge bei Erdogan-Rede in Washington
Handgemenge bei Erdogan-Rede in Washington FOTO: afp, DA/mb
Washington. US-Wachleute in Washington sind am Donnerstag gegen das rigorose Vorgehen türkischer Sicherheitsbeamter gegen einen für oppositionelle Medien arbeitenden Journalisten eingeschritten.

Die türkischen Sicherheitsleute versuchten den Reporter aus dem Saal des Politikinstituts Brookings fern zu halten, in dem Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan eine Rede hielt. Wachleute der Brookings Institution intervenierten und forderten die Leibwächter auf, den Saal zu verlassen.

Internationale Kritik

Erdogans Sicherheitsleute hatten vorher den für Medienunternehmen des in den USA lebenden muslimischen Geistlichen Fethullah Gülen arbeitenden Journalisten Adem Yavuz daran gehindert, den Saal zu betreten. Gülen ist ein erbitterter Gegner Erdogans und die türkische Regierung hat versucht, einige dem Geistlichen gehörende Medienorganisationen unter ihre Kontrolle zu bringen.

Die von Erdogan in der Türkei vorgenommenen Einschränkungen der Presse- und Redefreiheit sind auf internationale Kritik gestoßen. Zuletzt ließ er wegen einer Satire des NDR über ihn den deutschen Botschafter einbestellen.

Erdogan ist zum von US-Präsident Barack Obama einberufenen Atomsicherheitsgipfel am Donnerstag und Freitag nach Washington gekommen.

(csi/ap)
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