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In Antwerpen Sieg der Sozialisten: Rechtsradikale in Belgien auf dem Vormarsch

zuletzt aktualisiert: 08.10.2006 - 22:12

Antwerpen (rpo). Bei den Kommunalwahlen in Belgien hat die rechtsextreme Partei Vlaams Belang (VB) in fast allen kleineren Gemeinden deutliche Stimmgewinne erzielt. In Flandern kam sie laut Teilergebnissen auf 20,6 Prozent der Stimmen. In Antwerpen verlor sie jedoch ihre starke Stellung.  

Die Koalitionsparteien von Ministerpräsident Guy Verhofstadt mussten bei den Wahlen herbe Verluste hinnehmen. Hochrechnungen zufolge verloren Verhofstadts Liberaldemokraten (VLD) in etlichen Städten in Flandern Stimmen. Die Sozialisten (PS) müssen laut Wählernachfragen neun ihrer 30 Sitze und damit die absolute Mehrheit im Stadtparlament von Charleroi in Wallonien abgeben. Die Abstimmung galt vor der Parlamentswahl im kommenden Jahr als Stimmungstest für die Regierung in Brüssel.

Von den Verlusten der Regierungsparteien profitiert den Angaben zufolge vor allem die rechtsextreme VB, die demnach in fast allen 308 Gemeindevertretungen in Flandern Gewinne einfahren konnte. Auch die Christdemokraten verzeichnen demnach ein Plus. "Wir sind die Gewinner dieser Wahl", sagte VB-Parteichef Frank Vanhecke am Abend.

Mit Spannung erwartet wurde der Wahlausgang in Antwerpen, wo der VB erneut eine Mehrheit vorhergesagt worden war. Die Sozialisten von Bürgermeister Patrick Janssens überflügelten jedoch mit 35 Prozent die VB, die auf knapp 33 Prozent kam. Die VB verlor damit gegenüber der letzten Wahl leicht. In Umfragen waren ihr noch am Samstag 34,2 Prozent vorhergesagt worden.

Quelle: afp2

 
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