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Katalonien
Spaniens Ministerpräsident fordert Verzicht auf Referendum

Referendum in Katalonien 2017: Spaniens Ministerpräsident fordert Verzicht
Spaniens König Felipe mit Premierminister Rajoy (l.) und dem Katalonier Puigdemont(M.) vergangene Woche während eines Einigkeitsmarsches in Barcelona. FOTO: rtr, SP/LP
Madrid. Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hat die Katalonier zum Verzicht auf das geplante Unabhängigkeitsreferendum aufgerufen. Nach den Anschlägen vor zehn Tagen sei Einigkeit wichtig.

Die Volksabstimmung über die Abspaltung von Spanien sei "das Letzte, was die katalanische Gesellschaft in diesem Moment wünscht", sagte Rajoy auf einer Veranstaltung seiner Partei. Die verantwortlichen Politiker in Katalonien müssten "ihre Pläne der Trennung, der Spaltung, der Radikalität" aufgeben.

Die Regierung des katalanischen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont plant für Oktober ein Unabhängigkeitsreferendum. Am Freitag hatte er angekündigt, diese Pläne trotz der Terroranschläge weiter zu verfolgen. Im reichen Katalonien gibt es seit Jahren Bestrebungen, unabhängig vom Rest Spaniens zu werden.

Die Zentralregierung in Madrid unter Ministerpräsident Rajoy versucht seit jeher einen Volksentscheid in Katalonien zu verhindern und droht mit rechtlichen Konsequenzen. 2014 hatte das spanische Verfassungsgericht ein rechtlich bindendes Referendum über Kataloniens Unabhängigkeit untersagt.

(juju/AFP)
 
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