Referendum in Katalonien: Eindrücke von den Demos in Barcelona

Die Bundesregierung hat Touristen zu Vorsicht bei Reisen in und nach Katalonien aufgefordert. Grund: die Geschehnisse um das Referendum zur Abspaltung der Region von Spanien. Unser Reporter Ulrich Schütz ist am Wochenende trotzdem nach Barcelona gefahren. Am Samstag gab es mehrere Demonstrationen und Protestmärsche von Gegnern der Abspaltung. Deutlich wurde bereits am Samstag die große Spannungen zwischen den Befürwortern und den Gegnern der Eigenständigkeit von Katalonien. Die laut spanischem Gericht illegale „Abstimmung“ spaltet die Gesellschaft. Für Touristen lief am Samstag das Programm in der katalanischen Hauptstadt jedoch fast ungestört weiter. Anders stellte sich die Situation am Sonntag im Ferienort Salou dar. Hier wurden - wie an vielen Orten in Katalonien - schon nachts Schulen von Bürgern „gesichert“, damit die Gebäude als Wahllokale benutzt werden konnten. Es bildeten sich lange Schlangen. Die katalanische Polizei Mossos d’Esquadra beobachtete das Geschehen nur. Auch hier mussten Touristen nichts befürchten. Strände, Cafés und Restaurants blieben geöffnet. Das Bild änderte sich bis zum Sonntagnachmittag: Da meldete das spanische Fernsehen schon 400 Verletzte nach Einsätzen der spanischen Polizei.