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Präsidentschaftswahlen: Reformer Chatami kandidiert im Iran

zuletzt aktualisiert: 08.02.2009 - 20:22

Teheran (RPO). Im Juni finden im Iran die Präsidentschaftswahlen statt. Wenn Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad erneut antritt, bekommt er namhafte Konkurrenz: Am Sonntag kündigte der frühere iranische Präsident Mohammed Chatami seine Kandidatur an.

Mohammad Chatami wird nicht bei der Wahl antreten.  Foto: AFP, AFP
Mohammad Chatami wird nicht bei der Wahl antreten. Foto: AFP, AFP

Der als Reformer geltende Politiker gab seine Entscheidung in Teheran bekannt. Chatami war bereits von 1997 bis 2005 Staatschef. Der geistliche Führer des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, hatte sich in den vergangenen Monaten zugunsten des ultrakonservativen Amtsinhabers Mahmud Ahmadinedschad ausgesprochen. Dieser hat sich bislang noch nicht öffentlich geäußert, ob er wieder antreten will.

Chatami ist der zweite Politiker, der seine Kandidatur bei der Wahl am 12. Juni erklärt hat. Auch der ehemalige Parlamentspräsident Mehdi Karrubi kandidiert.

Von beiden ist nur bedingt ein neuer außenpolitischer Kurs zu erwarten. Der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani hatte noch unlängst bei der Münchner Sicherheitskonferenz mit scharfen Worten den Westen attackiert.

An die Adresse der USA sagte Laridschani zunächst, zwar begrüße er die Initiative des neuen US-Präsidenten Barack Obama zur Entsendung seines Sondergesandten George Mitchell nach Nahost. Dies sei ein erster positiver Schritt. Im Anschluss erhob er jedoch Vorwürfe gegen die USA und andere westliche Staaten, denen er mit Blick auf das Atomprogramm seines Landes Doppelmoral vorwarf.

Zum Konflikt im Gazastreifen bezog Laridschani Position für die Palästinenser und sagte, hier habe der Westen nicht Stellung bezogen. Dabei hielt er Fotos blutverschmierter mutmaßlicher Opfer der mehrwöchigen israelischen Offensive in dem Palästinensergebiet hoch.

Quelle: AFP

 
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