Zwei Monate nach der Wahl: Regierungsbildung in Belgien in der Sackgasse
zuletzt aktualisiert: 30.08.2010 - 08:42Brüssel (RPO). Zwei Monate nach der Wahl ist die Regierungsbildung in Belgien in eine Sackgasse geraten. Der französischsprachige Sozialist Elio Di Rupo gab am Sonntag seine Versuche auf, einen Kompromiss mit den niederländisch-sprachigen Flamen zu finden.
König Albert pochte jedoch darauf, dass Di Rupo einen weiteren Anlauf unternimmt. Di Rupo kündigte für Montag eine Pressekonferenz an.
Die flämische Separatistenpartei N-VA, Wahlsieger im Juni, sowie die Christdemokraten seien nicht bereit, die Verhandlungen über eine Koalition fortzusetzen, teilte der Sozialist zur Begründung seine Schrittes mit. Nach dreistündigen Gesprächen mit König Albert erklärte dessen Büro allerdings, Di Rupo habe eine Fortsetzung seiner Aufgabe akzeptiert.
Belgien hat zu Di Rupo derzeit keine Alternative, der als aussichtsreichster Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten gehandelt wird. Bislang gibt es wenig Anzeichen dafür, dass sich die tief zerstrittenen Landesteile auf einen Kompromiss einigen können.
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