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Bewerbung von Rafsandschani sicher: Registrierung der Kandidaten zur Präsidentenwahl im Iran beginnt

zuletzt aktualisiert: 10.05.2005 - 21:25

Teheran (rpo). Gut einen Monat vor der Präsidentenwahl im Iran beginnt die heiße Phase: Die Registrierung der Kandidaten hat am Dienstag in Teheran begonnen. Mehr als 90 Bewerber bekundeten am Dienstag im Teheraner Innenministerium formell ihr Interesse, am 17. Juni zur Wahl anzutreten.

Allerdings haben die meisten von ihnen keine Chancen, vom Wächterrat akzeptiert zu werden. Die aussichtsreichen Kandidaten lassen sich in der Regel immer erst gegen Ende der Bewerbungsfrist erfassen, die am Samstag ausläuft. Dazu gehört auch der frühere Präsident Haschemi Rafsandschani.

Dieser erklärte am Dienstag, die Entscheidung für eine neuerliche Kandidatur sei ihm sehr schwer gefallen. Er wolle sich jedoch um die Nachfolge von Mohammed Khatami bewerben. Der 1997 gewählte Reformer kann nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Die Islamische Iranische Beteiligungsfront, die größte Reformpartei, will deshalb den früheren Kabinettsminister Mustafa Moin ins Rennen schicken. Andere Reformer unterstützen den ehemaligen Parlamentspräsidenten Mahdi Karrubi.

Ayatollah setzt auf Hardliner

Der alles beherrschende Klerus um das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei setzt indessen auf Kandidaten aus dem Lager der Hardliner. Kandidieren werden vermutlich der frühere Kommandeur der Revolutionären Garden, Mohsen Resaei, sowie Polizeichef Mohammed Bagher Ghalibaf, der Teheraner Bürgermeister Mahmud Ahmadinedschad, der frühere Rundfunkchef Ali Laridschani und der frühere Außenminister Ali Akbar Welajati. Zwischen beiden Lagern steht Rafsandschani, der als äußerst pragmatisch und auch wandlungsfähig gilt.

Am Dienstag ließ sich unter anderem eine 18-jährige Schülerin als Kandidatin für das höchste Staatsamt registrieren. Der vom konservativen Klerus dominierte Wächterrat hat jedoch schon klar gemacht, dass Frauen nicht kandidieren dürfen. Viele der aussichtslosen Bewerber traten auch nur an, um eine politische Erklärung abzugeben. Ein Mann sagte, er wolle sich für bessere Arbeitsbedingungen in den Fabriken einsetzen. Ein anderer registrierte sich mit den Worten: "Tod den Amerikanern".

Quelle: ap

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