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Gespräche über Taliban
US-Außenminister Tillerson in Afghanistan und im Irak

Rex Tillerson in Afghanistan und im Irak
Der amerikanische Außenminister Rex Tillerson traf am 23. Oktober den afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani in Afghanistan. FOTO: dpa, AB lis pat
Bagdad. Am Montag traf der amerikanische Außenminister Rex Tillerson überraschend zu Gesprächen in Afghanistan und im Irak ein. Auf der Agenda seines Besuches: Gespräche über die Sicherheitspolitik vor Ort.

Tillerson äußerte sich am Montagabend bei einem Treffen mit dem irakischen Ministerpräsidenten Haidar al-Abadi betrübt darüber, dass dessen Regierung im Konflikt mit den Kurden im Nordirak steht. Beide Seiten seien Freunde der USA, sagte Tillerson, und sollten einen Dialog beginnen. "Ich denke, wenn sich beide Parteien auf einen geeinten Irak verständigen, im Sinne der irakischen Verfassung, können alle Schwierigkeiten angegangen und die Rechte von allen respektiert werden."

Im Laufe des Tages hatte Tillerson zudem zweieinhalb Stunden in Afghanistan verbracht. Bei einem Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani deutete er eine mögliche Konfliktlösung mit moderaten Taliban an. Aufständische, die sich von Gewalt und Terrorismus lossagten und der Stabilität des Landes verpflichteten, könnten durchaus an einer künftigen Regierung beteiligt werden, erklärte er.

Afghanistans Nachbarn Pakistan forderte Tillerson auf, härter gegen extremistische Gruppen vorzugehen, die in seinem Grenzgebiet zu Afghanistan Unterschlupf gesucht hätten.

Weiter nach Pakistan

Am Dienstag wird Tillerson in Pakistan sein und laut Quellen aus dem pakistanischen Außenministerium unter anderem Ministerpräsident Shahid Khaqan Abbasi und Außenminister Khawaja Asif treffen. Man freue sich auf den Besuch und sei willens, mit den USA wieder gute Beziehungen aufzunehmen, "nach einer kurzen Störung nach der Bekanntgabe der neuen regionalen Strategie der USA", sagte eine Quelle.

US-Präsident Donald Trump hatte Pakistan mit ernsthaften Konsequenzen gedroht, sollten sie ihre Hilfe für die Taliban nicht einstellen.

(sbl/ap/dpa)
 
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