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Bekennerschreiben per E-Mail: Riad: El Kaida bekennt sich zum Anschlag

zuletzt aktualisiert: 11.11.2003 - 11:29

Riad (rpo). Laut eines Zeitungsberichts hat sich das Terrornetzwerk El Kaida zu dem blutigen Bombenanschlag in der saudiarabischen Hauptstadt Riad bekannt.

Die Zeitung "Al Majalla" mit Sitz in London berichtete am Dienstag, sie habe eine entsprechende E-Mail von einem mutmaßlichen El-Kaida-Führer erhalten, dessen Name mit Abu Mohammed el Abladsch angegeben wurde. Die Detonationen hatten in der Nacht zum Sonntag mindestens 17 Menschen das Leben gekostet.

"Wir haben die Wohnanlage Muhaja angegriffen", hieß es in der E-Mail. Der Absender ging dabei auch auf Vorwürfe ein, der Bombenanschlag habe Araber und Muslime das Leben gekostet. Nach Ansicht der El Kaida sei auch die Zusammenarbeit mit Amerikanern verboten. Die Behörden in Saudi-Arabien und den USA hatten den Anschlag bereits am Wochenende der El Kaida zugeschrieben.

Die Sicherheitskräfte in Saudi-Arabien sollen zudem mehrere Verdächtige festgenommen haben. Das meldete die arabische Zeitung "Al-Hayat" am Dienstag unter Berufung auf Sicherheitskreise in der Hauptstadt Riad. Über die Zahl der Festgenommenen machte die Zeitung keine Angaben. In dem mit Sprengstoff beladenen Auto der Täter hätten zwei Männer gesessen, hieß es.

Will El Kaida saudisches Königshaus stürzen?

Der amerikanische Vize-Außenminister Richard Armitage ist davon überzeugt, dass das Terrornetzwerk El Kaida das saudische Königshaus stürzen will. Nach Ansicht von Armitage war der Anschlag vom Wochenende nicht der letzte in Saudi-Arabien.

"El Kaida richtet seine terroristischen Aktivitäten gegen die Regierung und das Volk Saudi-Arabiens", sagte Armitage in der Nacht zum Montag nach einem Gespräch mit Kronprinz Abdullah Ibn Abdelasis in der Hauptstadt Riad. Dort waren am Sonntag bei einem Selbstmordanschlag auf eine Wohnanlage von Ausländern 17 Menschen getötet und 122 Menschen - meist Araber - verletzt worden. Für ihn gebe es keinen Zweifel, dass der jüngste Anschlag in Riad die Handschrift des Terrornetzwerks von Osama bin Laden trage.

"Diese Explosion wird nicht die einzige sein"

"Diese Explosion wird nicht die einzige und nicht die letzte gewesen sein", fügte Armitage hinzu. Zu den Terrorwarnungen, die sein Ministerium dazu bewogen hatten, die US-Botschaft in Riad und das Konsulat am Samstag zu schließen, erklärte er: "Die Botschaft wurde nicht geschlossen, weil es konkrete Drohungen gegen sie gab, sondern wegen allgemeiner Drohungen, über die man auch auf saudischer Seite informiert war". Armitage lobte dennoch die Bemühungen der saudischen Sicherheitskräfte im Kampf gegen den Terrorismus.


 
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